Ein spektakulärer Autodiebstahl beschäftigte die Polizei in der Steiermark: Ein 36-jähriger Kroate soll einen Bugatti Chiron im Wert von rund drei Millionen Euro gestohlen haben. Seine Flucht führte ihn über die Grenze nach Österreich. Bei einer Tankstelle in Seiersberg war schließlich Endstation. Nun stellte sich heraus: Der Luxus-Sportwagen gehört Bugatti-CEO Mate Rimac (38)!
Er wurde am Mittwochnachmittag von einem Firmengelände in Sveta Nedelja nahe Zagreb gestohlen. Der dunkelblaue Bolide war offenbar unversperrt, sogar der Schlüssel steckte noch im Schloss.
Wie Rimac in einem Facebook-Video erzählt, war der spätere mutmaßliche Dieb ursprünglich auf den Firmencampus gekommen, um sich für einen Job zu bewerben. Dort entdeckte der Mann den unversperrten Bugatti und nutzte die Gelegenheit, um mit dem Wagen davonzufahren. "Diesen Fehler mache ich jetzt nicht mehr", hält der 38-jährige Firmenchef im Video fest.
Nachdem der Diebstahl bemerkt worden war, alarmierte Rimac die kroatische Polizei. Eine internationale Fahndung nach dem rund drei Millionen Euro teuren Sportwagen wurde eingeleitet. Auch die steirischen Behörden wurden über die slowenische Polizei informiert. Die GPS-Ortung des Fahrzeugs half bei der Suche.
Der 36-jährige Kroate war mit dem auffälligen Bugatti und Zagreber Kennzeichen über Spielfeld nach Österreich eingereist. Sein Ziel war offenbar Deutschland. Doch bei einem Tankstopp entlang der A9 in Seiersberg endete die Fahrt gegen 19 Uhr.
Beamte der Autobahnpolizei Graz-West lokalisierten den Luxuswagen, nahmen den Lenker fest und stellten das Fahrzeug sicher.
Die weiteren Ermittlungen übernahm die Diebstahlsgruppe des LKA Steiermark. Der 36-Jährige legte laut Polizei ein umfassendes Geständnis ab. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurde er auf freiem Fuß angezeigt.
Rimac machte im Video auch Andeutungen zu möglichen psychischen Problemen des Mannes. Der Bugatti-Besitzer reiste anschließend selbst nach Graz, um seinen Wagen abzuholen. Das Auto war im Frontbereich leicht beschädigt. Für den Einsatz der steirischen Polizisten zeigte sich der Firmenchef dankbar. "Wir hatten eine gute Zeit und viel Spaß", schilderte er im Video. Eigentlich habe er die Anzeige gegen den mutmaßlichen Dieb zurückziehen wollen. Da es sich allerdings um ein Offizialdelikt handelt, wird sich der 36-Jährige wohl vor Gericht verantworten müssen.