Ein ungewöhnlicher Anblick machte den Streckendienst der Asfinag am 13. August auf der A5 stutzig. Gegen 10.20 Uhr fuhr ein Mann bei Walterskirchen (Gemeinde Poysdorf im Bezirk Mistelbach) mit einem Motorrad aus einer Pannenbucht in Richtung Brünn. Einen Sturzhelm trug er nicht – stattdessen hatte er eine Sturmhaube auf.
Streckendienst-Mitarbeitern der Asfinag erklärte der Mann, ihm sei das Benzin ausgegangen und er wolle Treibstoff holen. Einen Transporter ließ er in der Pannenbucht zurück. Die Asfinag verständigte daraufhin die Autobahnpolizei Großkrut.
Rund eine Stunde später entdeckten Polizisten einen Mann, der zu Fuß in Richtung des abgestellten Transporters unterwegs war. Auf der Autobahnauffahrt Großkrut hielten sie den 38-jährigen tschechischen Staatsbürger an.
Der Mann gab an, Benzin geholt zu haben und nun zu seinem Fahrzeug zurückzugehen. Als ihn die Beamten auf das Motorrad ansprachen, führte er sie zu einem Versteck auf einem Begleitweg der A5.
Dort machten die Polizisten eine brisante Entdeckung: Das Zündschloss des Motorrads mit Wiener Kennzeichen war gewaltsam abgedreht worden – das deutete auf einen Diebstahl hin. Zu diesem Zeitpunkt war das Bike allerdings noch gar nicht als gestohlen gemeldet.
Die Polizei nahm den 38-Jährigen vorläufig fest und verständigte den Besitzer. Dieser bekam sein Motorrad bereits wieder zurück. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Wien wurde der Beschuldigte in die Justizanstalt Wien-Josefstadt eingeliefert.