Am 19. August 2025 ist Emil zum ersten Mal im Weinviertel aufgetaucht. Zuerst hat sich der Elch rund um Herrnbaumgarten, Poysdorf und Großkrut (alle im Bezirk Mistelbach) herumgetrieben. Nur ein paar Tage später ist er dann weiter Richtung Großraum Wien und ins Tullnerfeld gewandert. Seine Reise ist dabei kaum jemandem entgangen: Immer wieder sind Fotos und Videos von Emil in den sozialen Netzwerken aufgetaucht, wie orf.at berichtet.
Rund um den tierischen Gast hat sich rasch ein richtiger Hype entwickelt. Es wurde sogar eine eigene Facebook-Gruppe gegründet, wo die Leute Sichtungen gesammelt und Emils Weg verfolgt haben. Selbst in dichter besiedelte Orte hat es ihn verschlagen: So wurde er unter anderem in Korneuburg, Langenzersdorf und St. Pölten gesehen.
Ganz ungefährlich war das Ganze nicht immer. Mehrmals ist Emil dem Straßenverkehr ziemlich nahegekommen. Für besondere Aufregung hat er auf der Weststrecke gesorgt. Weil er in die Nähe der Gleise gekommen ist, musste der Bahnverkehr zeitweise gestoppt werden. Ende August ist er dann durch das Tullnerfeld gezogen, hat bei Egelsee (Bezirk St. Pölten) eine Straße überquert und sich danach auf einem Feld eine Pause gegönnt.
Aber auch die Donau hat Emil nicht aufgehalten. Er ist durch den Fluss geschwommen und hat seinen Weg Richtung Westen fortgesetzt. Sogar in Oberösterreich wurde er noch gesichtet, wo er schließlich betäubt und in den Böhmerwald nahe der tschechischen Grenze gebracht worden ist. Zu dem Zeitpunkt war Emil schon weit über Niederösterreich hinaus bekannt.
Wie groß die Begeisterung rund um Emil war, hat sich auch Monate später gezeigt: "Elch Emil" wurde zum österreichischen Wort des Jahres 2025 gewählt. In der Facebook-Gruppe sind viele Fans dem Elch weiterhin auf der Spur geblieben und haben mögliche Sichtungen und Neuigkeiten geteilt.
Zuletzt wurde Emil in Bayern gesichtet:
Mittlerweile ist es dort aber deutlich ruhiger geworden. Seit Mai gibt es fast keine neuen Updates mehr, die letzte Sichtung stammt von Pfingsten aus Bayern. Wo Emil heute unterwegs ist, weiß niemand so genau. Ein Jahr nach seinem ersten Auftauchen in Niederösterreich bleibt damit vorerst nur die Erinnerung an einen Elch, der in wenigen Wochen sieben Bezirke durchquert und dabei zu einer kleinen Berühmtheit geworden ist.