Am Mittwochnachmittag dürften sich einige Fluggäste gehörig geärgert haben: Wegen eines Passagiers, der eigentlich gar nicht an Bord hätte sein dürfen, hob der Edelweiss-Flug WK200 nicht planmäßig ab. Der Airbus A320 hätte um 13.25 Uhr von Zürich-Kloten in Richtung Gran Canaria starten sollen.
Wie ein Fluggast gegenüber dem "Blick" schildert, hatte es jedoch ein Mann offensichtlich ohne Bordkarte in den Flieger geschafft und sich zwischenzeitlich im WC versteckt. "Wir saßen im Flugzeug, als wir erfuhren, dass sich jemand heimlich hineingeschlichen hatte", so die Person zum "Blick".
Die Polizei sei schließlich ins Flugzeug gekommen, habe den Mann abgeführt und sowohl ihn als auch die weiteren Fluggäste befragt. Gegenüber 20 Minuten bestätigt die Kantonspolizei Zürich, dass ein Einsatz stattgefunden habe.
Statt wie geplant hob die Maschine schließlich um 16.37 Uhr ab – mit mehr als drei Stunden Verspätung also. Gegenüber dem "Blick" bestätigt die Edelweiss den Vorfall. Demnach sei beim abschließenden Passagierzählen aufgefallen, dass eine Person zu viel an Bord war. "Aufgrund seines unkooperativen Verhaltens wurde die Kantonspolizei Zürich beigezogen, die den Mann in Gewahrsam nahm", so Mediensprecher Andreas Meier.
Es mussten noch einmal notwendige Sicherheitskontrollen durchgeführt werden. Aufgrund des Zwischenfalls landete der Airbus 320 von Edelweiss mit einer Verspätung von etwa drei Stunden in Las Palmas.