Am Donnerstag zog ein heftiges Orkan-Unwetter von Italien bis nach Niederösterreich und riss sogar ganze Dächer wie ein Blatt Papier in die Höhe – "Heute" berichtete. Mehrere Opfer forderte das Unwetter, welches am Freitag abermals seine gewaltige Zerstörungskraft unter Beweis stellte. Ein Mann versteckte sich vor den überfluteten Straßen im Auto und entging einer Katastrophe nur knapp.
Am Donnerstag zog das immense Orkan-Unwetter über das Land, welches mindestens fünf Todesopfer und zahlreiche Schwerverletzte forderte, doch auch am Freitag wurde es wieder brandgefährlich. In Bregenz fielen nämlich über 200 Liter pro Quadratmeter – das ist mehr als mancherorts im ganzen bisherigen Jahr.
Sintflut-Unwetter stellt neue Regen-Rekorde auf >>
In der Vorarlberger Region mussten in mehreren Gemeinden Keller ausgepumpt werden – in Meschach kam es sogar zu einem Murenabgang. Und als wäre das nicht schon genug, kam es zu einem Dammbruch beim VKW Umspannwerk. Dadurch wurden mehrere Gebäude unterspült, eine Tiefgarage stand ganze zwei Meter tief unter Wasser. Die Unwetterzentrale (UWZ) berichtete schon gegen 15.30 Uhr via Twitter von mehreren kleinräumigen Überflutungen.
"Heute"-Leserreporter Simon befand sich am Freitagnachmittag auf dem Weg von Lauterach nach Bregenz. Wenige Kilometer und eine kurze Fahrzeit benötigt Simon in die Vorarlberger Landeshauptstadt – normalerweise. Doch gegen 15.00 Uhr setzte der unaufhaltsame Sintflut-Regen ein. Das Problem: Der trockene Boden konnte vielerorts das Wasser nicht mehr aufnehmen – es kam zur Überflutung.
Der Vorarlberger hielt deshalb am Straßenrand und sperrte sich im Auto ein. Fast zwei Stunden harrte Leserreporter Simon in seinem Wagen aus und hoffte, dass die Überflutung seinen Pkw nicht wegspüle. "Ich war stundenlang von allen Seiten eingeschlossen", sagte Leser Simon im "Heute"-Talk.
Ob Simon diese Wartezeit überhaupt hätte verhindern können, bezweifelt er im Gespräch mit der Redaktion: "Nachdem die Hauptroute verstopft war, wollte ich über den Schleichweg fahren. Ich wollte in Bregenz jemanden besuchen. Das hätte ich lieber sein lassen sollen."