Sirenen, umherlaufende Retter und am Ende die traurige Gewissheit: Für einen Menschen kam jede Hilfe zu spät. Am Donnerstagabend ereignete sich im Kreuzungsbereich bei Trasdorf im Bezirk Tulln ein schwerer Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen ("Heute" berichtete).
Am Donnerstag kollidierten gegen 19.30 Uhr im Bereich Moosbierbaum ein Kleinbus und ein Pkw. Der Kleinbus kam vom Golfplatz und wollte die Kreuzung in Richtung Trasdorf überqueren. Zur gleichen Zeit näherte sich ein Pkw aus Richtung Zwentendorf. Das Auto konnte nicht mehr rechtzeitig abbremsen und krachte seitlich in den Bus.
Durch die Wucht des Aufpralls wurden beide Fahrzeuge in den Straßengraben geschleudert. Im Kleinbus sollen sich sieben Personen befunden haben, im Pkw drei. Mehrere Insassen konnten sich nach dem Crash selbst aus den Wracks befreien.
Laut "Heute"-Informationen standen unter anderem die Notarzthubschrauber C2 und C15, Notarzteinsatzfahrzeuge aus Tulln und Lengbach sowie mehrere Rettungsfahrzeuge des Samariterbundes Traismauer und des Roten Kreuzes aus Tulln und Atzenbrugg im Einsatz. Auch der Bezirkseinsatzleiter des Roten Kreuzes Tulln wurde zur Unfallstelle entsandt.
Besonders dramatisch: Beim Eintreffen der ersten Helfer befanden sich zwei Personen in kritischem Zustand. Sanitäter und ein First Responder begannen umgehend mit Reanimationsmaßnahmen, kurz darauf unterstützten Notärzte die Versorgung.
Das Rote Kreuz Atzenbrugg-Heiligeneich gibt bekannt: "Es musste rasch gehandelt werden, eine Person wurde bei Ankunft von vorbeikommenden Ersthelfern bereits reanimiert. Weiters mussten von uns zwei Personen von dem Gefahrenbereich notgedrungen weggezogen werden, da das Auto zum Umkippen drohte."
Trotz aller Bemühungen starb ein schwerstverletzter Mann noch an der Unfallstelle. Mehrere weitere Verletzte wurden nach der Erstversorgung in umliegende Krankenhäuser gebracht oder mit Notarzthubschraubern ausgeflogen. Insgesamt wurden acht Verletzte medizinisch versorgt.
Auch mehrere Feuerwehren waren im Einsatz. Die umliegenden Feuerwehren unterstützten die Rettungskräfte bei der Versorgung der Verletzten und kümmerten sich nach der polizeilichen Unfallaufnahme um die Bergung der schwerbeschädigten Fahrzeuge.