Das Formel-1-Beben wurde am Dienstag offiziell: Red Bull beendete kurz vor 15 Uhr die Ära von Motorsport-Berater Helmut Marko. Laut Mitteilung geschah das auf Wunsch des 82-Jährigen.
"Ich bin seit sechs Jahrzehnten im Motorsport tätig, und die vergangenen mehr als zwanzig Jahre bei Red Bull waren eine außergewöhnliche und äußerst erfolgreiche Reise. Es war eine wunderbare Zeit", wurde Marko nach 417 Rennen, acht Fahrertiteln (je vier von Sebastian Vettel und Verstappen) sowie sechs Konstrukteurstiteln in der Aussendung zitiert.
"Alles, was wir gemeinsam aufgebaut und erreicht haben, erfüllt mich mit Stolz. Das knappe Verpassen der Weltmeisterschaft in dieser Saison hat mich sehr bewegt und mir klargemacht, dass für mich persönlich nun der richtige Moment gekommen ist, dieses sehr lange, intensive und erfolgreiche Kapitel zu beenden."
Doch nun sickern interne Details durch – und die klingen durchaus anders.
Wie die niederländische Regionalzeitung De Limburger berichtet, soll Marko eigenmächtig weitreichende Entscheidungen getroffen haben – ohne Absprache mit Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies oder Sport-Boss Oliver Mintzlaff. Besonders pikant: Marko soll bereits im Sommer das Racing-Bulls-Cockpit für Nachwuchstalent Arvid Lindblad fixiert haben.
Richtig Ärger soll es dann mit dem Vertragsabschluss des McLaren-Talents Alex Dunne gegeben haben. Auch diesen Deal soll Marko im Alleingang durchgezogen haben – gegen den Willen der Chefetage. Mintzlaff und Mekies waren demnach außer sich.
Das Management sei "wütend" gewesen, habe Marko daraufhin gezwungen, den Vertrag sofort wieder aufzulösen – eine Aktion, die Red Bull angeblich eine sechsstellige Summe gekostet haben soll.
Einige scheinen über den Red-Bull-Abschied von Marko durchaus froh zu sein. Star-Pilot Max Verstappen sieht das anders.
"Wir haben alles erreicht, wovon wir gemeinsam geträumt haben. Ich bin dir für immer dankbar, dass du an mich geglaubt hast", schrieb Verstappen auf Instagram.