AK appelliert an die Politik

"Massive Herausforderungen": So teuer wird jetzt Heizen

Schlechte Nachrichten zum Beginn der kalten Jahreszeit: Heizen ist wird deutlich teurer. Da ruft jetzt die Arbeiterkammer OÖ auf den Plan.
16.10.2026, 03:00
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Kurz vor dem Start der Saison sind die Preise für Heizmaterial massiv gestiegen: Seit Ende Juni ist Öl im Schnitt um 48,3 Prozent teurer geworden, seit September 2025 sogar um 75,4 Prozent. Auch Pellets kosten deutlich mehr: Seit Juni stieg der Preis um 8,2 Prozent – im Jahresvergleich um 34 Prozent.

Für viele Haushalte in Oberösterreich wird das Heizen damit zur finanziellen Belastung. Dazu kommt: Das Land Oberösterreich hat für die Heizperiode 2025/2026 lediglich 200 Euro Kostenzuschuss pro Haushalt ausbezahlt.

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"Eine warme Wohnung darf kein Luxus sein", betont AK-Präsident Andreas Stangl. Wenn die Preise für Heizmaterial innerhalb eines Jahres so stark steigen, stelle das viele Menschen vor massive finanzielle Herausforderungen. "Die Politik muss jetzt handeln, bevor die Heizsaison richtig losgeht."

Die Kammer verlangt von der Bundesregierung eine preisdämpfende Maßnahme für Heizöl – analog zum Spritpreisdeckel, der auf eine Kombination aus Margenbegrenzung und Mineralölsteuernachlass setzt. Auch für Pellets braucht es eine Deckelung. Es sei zwar genug Rohstoff vorhanden, die Preise würden aber in einem nicht nachvollziehbaren Ausmaß steigen.

700 Euro pro Haushalt

Vom Land fordert die AK, den Heizkostenzuschuss für die aktuelle Periode deutlich auf 700 Euro pro Haushalt zu erhöhen. Außerdem solle der Zuschuss allen Haushalten offenstehen, deren Einkommen unter der Armutsgefährdungsschwelle liegt. Denn gerade Menschen mit niedrigen Einkommen treffe die Teuerung bei Energie und Wohnen besonders hart.

red, 16.10.2026, 03:00