Maßnahmen-Gegner drohte Anschober mit Tod – Geldstrafe

Noch im selben Monat des Postings trat Rudolf Anschober zurück.
Noch im selben Monat des Postings trat Rudolf Anschober zurück.Tobias Steinmaurer / picturedesk.com
Aus Ärger über die Corona-Maßnahmen soll ein Salzburger über den damaligen Gesundheitsminister herzogen sein. Er gab an, gehackt worden zu sein.

Im März 2021 fand sich am Instagram-Account eines 54-jährigen Frühpensionisten plötzlich ein Bild des damaligen Gesundheitsministers Rudolf Anschober. Dabei soll es um die Corona-Impfung gegangen sein, berichtet die "APA", doch auch aus Ärger über die allgemeinen Maßnahmen habe er schließlich eine folgenschwere Drohung ausgesprochen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

"Seit Jahrzehnten sehe ich was passiert und du machst es sicher nicht kaputt. Ich weiß wie Menschen sterben werden. Einen Tag noch, dann würde ich aufpassen was du tust - du wirst sterben", soll der Kommentar des Salzburgers gelautet haben.

1.800 Euro

Am Landesgericht Salzburg erschien er laut "APA" am Dienstag ohne einen Verteidiger, um sich gegen den Vorwurf der gefährlichen Drohung zu wehren. Er behauptete, sein Konto wurde gehackt. "Ich weiß nicht, was in dieser Zeit passiert ist."

Der Richter hielt dem entgegen, dass man die Geodaten des Postings habe, wonach der Kommentar aus dem Wohnort des Verdächtigen abgeschickt wurde. Der bisher Unbescholtene wurde deswegen zu einer teilbedingten Geldstrafe in Höhe von 1.800 Euro verurteilt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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