Ein gepflegter Rasen ist der Traum vieler Hobby-Gärtner. Doch wenn der Maulwurf mit seinen kleinen Erdhügeln das gleichmäßige Grün durchbricht, ist der Ärger oft groß.
Der naheliegende Reflex: Den Haufen einfach platt treten, damit wieder Gras darüber wachsen kann. Doch genau das ist ein großer Fehler.
Wie chip.de berichtet, verschlimmert das Platt treten das Problem nur. Die verdichtete Erde verschließt den Ausgang des unterirdischen Tunnelsystems, das der Maulwurf auch zur Belüftung nutzt.
Wird der Ausgang blockiert, muss das kleine Tier woanders neue Löcher an die Oberfläche buddeln. Das Ergebnis: noch mehr Hügel auf dem Rasen statt weniger.
Außerdem sorgt das Plattmachen langfristig für unschöne Buckel im Rasen, da der Maulwurf das Material aus langen Gängen nach oben befördert hat. Nach getaner Arbeit befindet sich also mehr Erde an der Oberfläche als vorher.
Die Lösung ist einfach: Die Erde des Hügels muss abgetragen werden, nicht plattgedrückt. Am einfachsten geht das im Winter, wenn die Erde leicht gefroren ist - dann lässt sich der Hügel oft an einem Stück mit dem Spaten anheben.
Im Frühling und Sommer kannst du die lose Erde einfach mit einer Handschaufel entfernen. Wichtig dabei: Das kleine Ausgangsloch darf nicht verstopft werden.
Übrigens: Die aufgehäufte Erde ist hervorragende Anzuchterde, da sie bereits aufgelockert ist und sämtliche Schädlinge vom Maulwurf gefressen wurden.
Wichtig zu wissen: Maulwürfe sind streng geschützt und dürfen nicht gejagt, gefangen, verletzt oder getötet werden. Die Tiere sind zudem Nützlinge im Garten, da sie andere Schädlinge fressen und den Boden durchlüften.