Beim turbulenten Formel-1-Rennen in Malaysia entschieden nur Sekundenbruchteile über einen fatalen Unfall. Nico Hülkenberg setzte seinen Audi nach einem Boxenstopp bereits in Bewegung, als er plötzlich einen Mechaniker unmittelbar vor dem Fahrzeug bemerkte. Der Deutsche reagierte sofort, stieg auf die Bremse und brachte seinen Boliden noch rechtzeitig zum Stillstand. Der Mechaniker blieb unverletzt.
Die brenzlige Szene ereignete sich in der 35. Runde: Während einer virtuellen Safety-Car-Phase kam Hülkenberg zum Reifenwechsel an die Box. Nachdem die Arbeiten an den Rädern abgeschlossen waren, erhielt der 39-Jährige das Signal zur Weiterfahrt. Das Problem: Die Mechaniker waren vor dem Audi noch nicht fertig.
Ein Crew-Mitglied befand sich noch im Bereich des Frontflügels. Hülkenberg fuhr bereits los, erkannte die Gefahr aber im selben Moment und stoppte sofort wieder. Hätte der Deutsche nicht so geistesgegenwärtig reagiert, hätte sein Mechaniker wohl sein Bein verloren. Erst kurz danach sprang das Freigabesignal wieder auf Rot. Damit deutete alles darauf hin, dass Hülkenberg zu früh losgeschickt wurde.
Die Szene ging glimpflich aus, hätte aber fatale Folgen haben können. Der Audi-Mitarbeiter wurde nicht getroffen und konnte seine Arbeit fortsetzen. Das Team bestätigte nach dem Grand Prix, dass der Mechaniker auch bei späteren Boxenstopps wieder im Einsatz war.
Sportlich gab es für Audi hingegen wenig zu feiern. Sowohl Hülkenberg als auch Gabriel Bortoleto verpassten die Punkteränge. Besonders bitter für den Deutschen: Als Elfter schrammte er nur knapp an den Top Ten vorbei.
Den Sieg holte sich Max Verstappen. Der Niederländer ließ sich auch von Wolkenbrüchen, Gewittern und einer rund eineinhalbstündigen Startverzögerung nicht stoppen und feierte seinen ersten Formel-1-Erfolg seit dem 7. Dezember 2025.