Eigentlich sollte es nach einer langen Regenpause endlich losgehen. Doch dann folgt in Sepang die nächste kuriose Wendung: In der Aufwärmrunde bleiben plötzlich mehrere Formel-1-Autos stehen – unter anderem der Ferrari von Lewis Hamilton. Der Start muss erneut verschoben werden.
Erste Berichte sprechen von Softwareproblemen bei mehreren Boliden. Offiziell bestätigt ist die Ursache zunächst allerdings nicht. Die FIA hält sich mit Details zurück – und sorgt damit für Rätselraten bei den Zuschauern.
Bereits zuvor hatte das Wetter den Zeitplan völlig durcheinandergebracht. Weniger als eine Stunde vor dem ursprünglich für 9 Uhr angesetzten Start setzte heftiger Regen über dem Sepang International Circuit ein. Als sich das Wetter schließlich beruhigte, gab die Rennleitung 9:40 Uhr als neue Startzeit bekannt. Doch auch daraus wurde zunächst nichts – diesmal war aber nicht das Wetter schuld.
Während der Aufwärmrunde traten bei mehreren Autos plötzlich Softwareprobleme auf. Betroffen waren vor allem alle Boliden, die mit Ferrari-Motoren ausgestattet sind. Unter anderem erwischte es Lewis Hamilton, der mit seinem Boliden liegen blieb.
Die Rennleitung reagierte und verschob den Start ein weiteres Mal. Ein Novum – ein Start-Abbruch nach der Formationsrunde hat absoluten Seltenheitswert. Besonders kurios: Eine offizielle Meldung der FIA, warum der Start abgebrochen wurde, blieb lange aus. Erst nach einer halben Stunde klärte der Automobil-Verband auf, verkündete die Technik-Panne als Grund für den abgebrochenen Start-Versuch. Damit aber nicht genug: Folgend wurden alle Autos mit einem Software-Update ausgestattet, um weitere Pannen zu vermeiden. Das Rennen startete schließlich mit über eineinhalb Stunden Verspätung.
Auch der Austragungsort ist in diesem Fall ungewöhnlich. Das Rennen in Sepang dient als Ersatz für den ursprünglich im April geplanten Grand Prix in Sakhir. Dieser war wegen des Iran-Kriegs abgesagt worden.
Regen-Chaos ist auf dem Kurs in Malaysia hingegen nichts Neues. Zwischen 1999 und 2017 gehörte Sepang fix zum Formel-1-Kalender, immer wieder sorgten heftige Niederschläge für schwierige Bedingungen.
Besonders extrem war es 2009: Damals musste das Rennen bereits nach 31 Runden abgebrochen werden. Mit der aktuellen Formel-1-Autogeneration gab es in dieser Saison bislang noch kein klassisches Regenrennen.