TSMC am Limit

Mega-Auftrag! Samsung wird Chiplieferant für Techriesen

Der KI-Boom bringt TSMC an seine Grenzen. Nun profitiert Samsung – große Namen wie Tesla, AMD und Google stehen Schlange.
Digital  Heute
18.06.2026, 18:20
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Die Nachfrage nach KI-Chips ist so groß, dass der taiwanesische Chipriese TSMC nicht mehr hinterherkommt. Davon profitiert nun der südkoreanische Konkurrent Samsung: Laut Branchenberichten verzeichnet der Elektronikkonzern deutlich mehr Anfragen und Aufträge zur Chipfertigung von Großunternehmen.

Zu den Kunden sollen neben AMD und Google auch der US-Elektroautobauer Tesla sowie der chinesische E-Auto-Hersteller BYD gehören. Bei BYD geht es demnach um Chips für autonomes Fahren.

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Wie "Nikkei Asia" berichtet, priorisiert TSMC die Fertigung in modernen Verfahren, weil diese profitabler sind und knapp bleiben. Ein Manager eines chinesischen Chipentwicklers erklärte: "Die Fertigungsausbeuten von Samsung liegen zwar weiterhin hinter denen von TSMC zurück, doch die Verfügbarkeit von Kapazitäten hat das Unternehmen zu einer zunehmend attraktiven Option gemacht."

Tesla setzt auf Samsung-Chips

Tesla lässt bereits seinen AI4-Chip für Fahrzeuge und Roboter bei Samsung fertigen. Der kommende AI5 wird zwar von TSMC produziert, doch für die nächste Generation wechselt Tesla wieder zurück: Die AI6-Chips im Wert von 16,5 Milliarden US-Dollar sollen bei Samsung hergestellt werden – in einem neuen Werk in Texas.

Auch AMD arbeitet laut den Berichten an verschiedenen Chipprojekten mit Samsung. Dabei soll es um künftige Prozessoren gehen, die ab 2028 vom südkoreanischen Konzern gefertigt werden.

Geopolitische Gründe für Multi-Sourcing

Neben Kapazitätsproblemen spielen auch geopolitische Faktoren eine Rolle. "Geopolitische Faktoren veranlassen auch einige US-amerikanische Kunden dazu, mehrere Auftragsfertiger für Chips zu beauftragen, sofern dies möglich ist", erklärte ein Branchenmanager.

Eine solche Multi-Sourcing-Strategie können sich allerdings nur Großkonzerne leisten. Der Wechsel zwischen Auftragsfertigern erfordert enorme Investitionen bei Forschung, Entwicklung und der Koordination der Lieferkette. Auf Anfragen wollten die Unternehmen die Berichte nicht kommentieren. Samsung erklärte, sich nicht zu Kunden zu äußern.

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