Photovoltaik-Offensive

Mega-Ausbau: NÖ setzt jetzt 37.000 Solarmodule ein

Bis zum nächsten Frühjahr sollen rund 85 Landesgebäude mit 37.000 PV-Modulen Strom liefern und jährlich 2.700 Tonnen CO2 sparen.
Victoria Carina  Frühwirth
27.07.2026, 14:13
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Auf den Dächern des Landes wird ordentlich Strom gemacht: Das Projekt "Sonnenkraftwerk NÖ" steht kurz vor dem nächsten großen Meilenstein. Bis Ende 2026 sollen alle geeigneten Landesgebäude mit Photovoltaikanlagen ausgestattet oder bestehende Anlagen erweitert werden. Die vollständige Inbetriebnahme ist bis Frühjahr 2027 geplant.

Sonnenstrom auf Landesgebäuden

Insgesamt wurden rund 85 Standorte ausgewählt. Dazu zählen Bezirkshauptmannschaften, Kliniken, Pflegezentren und Landesschulen. Knapp 37.000 Solarmodule sollen dort künftig eine Leistung von rund 15 Megawatt-Peak liefern. Die Leistung entspricht einer jährlichen Stromproduktion für rund 4.000 durchschnittliche Haushalte – abhängig von Wetter, Standort und Sonneneinstrahlung.

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"Mit dem Sonnenkraftwerk NÖ haben wir die Energiewende direkt auf die Dächer unserer Landesgebäude gebracht", erklärt Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (VP). Das Projekt sei ein starkes Signal für mehr Versorgungssicherheit und weniger Abhängigkeit von Energieimporten.

Durch die Anlagen sollen jährlich rund 2.700 Tonnen CO2 eingespart werden. Damit zählt das Programm zu den größten Photovoltaik-Offensiven des Landes.

Auch Gemeinden machen mit

Der Ausbau endet aber nicht bei Landesgebäuden. Auch auf Gemeindeebene entstehen neue Sonnenkraftwerke. Über Beteiligungsprojekte können sich Menschen ohne eigenes Dach an Anlagen auf öffentlichen Gebäuden beteiligen.

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Derzeit gibt es 112 solcher Projekte mit einer Gesamtleistung von mehr als 14,1 Megawatt-Peak. Unterstützt werden die Gemeinden dabei von der Energie- und Umweltagentur des Landes.

"Niederösterreich ist die Ökostrom-Lokomotive Österreichs", sagt LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (VP). Rund 40 Prozent des österreichischen Sonnen- und Windstroms würden aus Niederösterreich stammen. Mehr heimische Energie bedeute laut Pernkopf mehr Sicherheit, mehr regionale Wertschöpfung und weniger Abhängigkeit von Importen.

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Speicher als nächster Schritt

Nun nimmt das Land auch Stromspeicher ins Visier. Ein neues Teilprojekt soll Gemeinden beim Ausbau entsprechender Systeme unterstützen. Damit kann überschüssiger Sonnenstrom gespeichert und später verwendet werden.

"Mit Speichern kann Sonnenstrom genau dann eingesetzt werden, wenn er gebraucht wird", betont Mikl-Leitner. Davon sollen Gemeinden und Bevölkerung gleichermaßen profitieren.

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