Auch wenn am 5. März so gut wie alle Maßnahmen fallen, gehen dieses Wochenende abermals die Impf-Gegner auf die Straße. Denn die Impfpflicht bleibt nach wie vor aufrecht, soll ab Mitte März sogar gestraft werden, obwohl sich von immer mehr Seiten Bedenken breit machen.
ÖVP-Landeschef: "Impfpflicht behalten, Strafen aussetzen" >>
So gab es bereits am Freitag einen Autocorso durch Wien, der weit hinter den Erwartungen zurückblieb. Nur rund 50 Fahrzeuge nahmen an diesem Teil, blockierten zweitweise eine Fahrbahn am Ring. Am Samstag folgte schließlich eine Demonstration, auf der sich die Teilnehmer als Widerstandskämpfer inszenierten – während wenige hundert Kilometer entfernt ein Angriffskrieg herrscht. Manche hissten dabei sogar Russland-Fahnen.
Am Sonntag rufen schließlich FPÖ, MFG und Co. zur "Mega-Demo" am Heldenplatz. Schon lange im Vorhinein versprach man hochkarätige Gäste, darunter Sucharit Bhakdi, Andreas Sönnichsen, Roland Düringer und Nina Proll. Treffpunkt ist um 11.30 Uhr, anschließend ist eine Ringrunde geplant.
Wer den sonnigen Sonntag im grünen Prater verbringen will, sollte das vielleicht noch einmal überdenken. Auf der Kaiserwiese beginnt ab 14 Uhr der "Freiheitsmarsch" der Demokratischen Familienpartei Österreichs (DFP). 5.000 Teilnehmer wollen im Rahmen der nicht angemeldeten Demonstration über die Praterstraße und den Ring bis zur Freyung ziehen.
Die Polizei geht "Heute"-Infos zufolge von rund 20.000 Teilnehmern aus, man ist mit einem Großaufgebot im Einsatz. Laut ÖAMTC wird es vor allem rund um den Ring und den Karls- und Schwarzenbergplatz als auch auf der Unteren und Oberen Donaustraße, der Praterstraße, der Franzensbrückenstraße und der Roßauer Lände zu Verkehrsbehinderungen kommen.
Offiziell soll mit den Corona-Demos um 18.30 Uhr Schluss sein. Dazu gibt es am heutigen Sonntag auch einen besonderen Grund: Um 20 Uhr findet am Heldenplatz ein Lichtermeer statt. Menschenrechtsorganisationen, linke Bewegungen und unter anderem auch die Caritas wollen damit ein Zeichen gegen den Krieg setzen und ihre Solidarität mit der Ukraine ausdrücken.