Neue Studie

Mega-Umbau – so soll Westbahnhof-Areal bald aussehen

Rund um den Westbahnhof soll in den kommenden Jahren ein völlig neues Stadtquartier entstehen. Fünf Hektar sollen Grün- und Freiflächen werden.
Wien Heute
10.09.2026, 17:18
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Das Areal zwischen Felberstraße und den Gleisanlagen des Westbahnhofs in Rudolfsheim-Fünfhaus steht vor einem gewaltigen Umbau. Unter dem Namen "Mitte 15" wollen ÖBB und Stadt Wien dort ein neues Stadtquartier mit Wohnungen, Arbeitsplätzen sowie Bildungs-, Kultur- und Sozialeinrichtungen entwickeln.

Herzstück des Projekts sollen rund fünf Hektar Grün- und Freiflächen sein – bei einer Gesamtfläche von lediglich rund sechs Hektar. Ein Teil der geplanten Nutzungen soll deshalb unter den Grünflächen verschwinden. So soll oberirdisch möglichst viel zusammenhängender Freiraum für die Bevölkerung entstehen.

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Areal ist nicht Teil der "Kaltluftschneise"

Bevor der Planungswettbewerb startet, ließen die ÖBB das Gebiet nun genauer auf seine klimatischen Auswirkungen untersuchen. Das Büro Weatherpark analysierte unter anderem die Kaltluftsituation, Durchlüftung und den Windkomfort.

Ein zentrales Ergebnis: Das Westbahnhof-Areal ist laut Untersuchung nicht Teil einer relevanten "Kaltluftschneise". Die Ausläufer der Kaltluftleitbahn aus dem Wienerwald und dem Wiental erreichen das Projektgebiet demnach nur in sehr geringem Ausmaß.

Fünf Hektar Grün sollen für Kühlung sorgen

Grund dafür sind unter anderem die Engstelle der Bahntrasse bei der Abzweigung der Vorortelinie, das Technische Museum sowie das angrenzende Hotel. Diese würden die bodennahe Kaltluftströmung bereits vor dem Areal unterbrechen. Auch der Höhenunterschied zwischen Wiental und Gleiskörper spielt dabei eine Rolle.

Statt auf einströmende Kaltluft zu setzen, empfiehlt die Untersuchung deshalb große zusammenhängende Grün- und Freiräume, die selbst zur lokalen Kaltluftproduktion beitragen können. Genau das soll bei "Mitte 15" umgesetzt werden. Simulationen zufolge können die geplanten Begrünungsmaßnahmen das Mikroklima sowie die Lebens- und Aufenthaltsqualität auf dem Areal verbessern.

Brutstätten von Wildbienen entdeckt

Untersucht wurde außerdem die Tier- und Pflanzenwelt. In zwei Bereichen fanden Experten Brutstätten mehrerer Wildbienenarten sowie besondere Pflanzenarten. Die vorhandene Biodiversität soll laut ÖBB unter naturschutzfachlicher Begleitung möglichst erhalten werden. Zusätzlich sind Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen vorgesehen. Geplant ist auch, die Querungsmöglichkeiten im 15. Bezirk zum Areal zu verbessern.

Als nächster großer Schritt steht der Wettbewerb für die Entwicklung des Areals an. Zuvor wollen Stadt Wien und ÖBB am 15. September bei einer öffentlichen Veranstaltung über den aktuellen Projektstand, die Ausschreibung und den weiteren Ablauf informieren. Auch Anregungen aus der Bevölkerung sollen in das Verfahren einfließen.

red,10.09.2026, 17:18