Neuer Bericht enthüllt alles

Mehr Muslime als Christen an Volksschulen in Wien

Neue Zahlen zeigen deutliche Unterschiede an Österreichs Schulen. In Wiener Volksschulen liegt der Anteil muslimischer Schüler bei 39 Prozent.
André Wilding
05.09.2026, 08:30
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Kurz vor dem Schulstart liefert der Österreichische Integrationsfonds neue Zahlen zu Österreichs Klassenzimmern. Besonders auffällig ist die Situation in Wien: An den Volksschulen ist der Anteil muslimischer Schüler inzwischen höher als jener der Schüler aus christlichen Glaubensgemeinschaften.

In den Wiener Volksschulen sind demnach 39 Prozent der Schüler muslimisch. 31 Prozent gehören einer christlichen Glaubensgemeinschaft an, weitere 26 Prozent haben kein religiöses Bekenntnis.

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An Mittelschulen sind es 49 Prozent

Je nach Schultyp unterscheiden sich die Werte deutlich. An Wiener Mittelschulen beträgt der Anteil muslimischer Schüler 49 Prozent, an Polytechnischen Schulen sind es 47 Prozent.

Auch bei der Staatsbürgerschaft zeigen die Zahlen große Unterschiede. Österreichweit besitzen mittlerweile 21 Prozent der Schüler eine ausländische Staatsbürgerschaft. Im Schuljahr 2006/2007 waren es noch 9,2 Prozent.

Innerhalb Wiens gibt es ebenfalls große Unterschiede. Während der Anteil ausländischer Schüler in der Inneren Stadt bei 22 Prozent liegt, beträgt er in Favoriten 74 Prozent.

Anteil steigt auch in Steiermark und Kärnten

Deutlich niedriger als in Wien fallen die Werte in Kärnten und der Steiermark aus. In Kärnten haben 14,8 Prozent der Schüler eine ausländische Staatsbürgerschaft, in der Steiermark sind es 16,7 Prozent.

Im Zehn-Jahres-Vergleich sind die Zahlen in beiden Bundesländern gestiegen. Im Schuljahr 2014/15 wurden in Kärnten 6.304 Schüler mit ausländischer Staatsbürgerschaft erfasst, zehn Jahre später waren es 10.069. Der Anteil erhöhte sich damit von 8,9 auf 14,8 Prozent.

In der Steiermark stieg die Zahl im selben Zeitraum von 13.468 auf 24.816 Schüler. Der Anteil erhöhte sich von 9,3 auf 16,7 Prozent.

Mehr Schüler mit anderer Umgangssprache

Auch der Anteil der Schüler mit nicht-deutscher Umgangssprache ist gewachsen, allerdings weniger stark. Ein Grund dafür ist auch der Zuzug aus Deutschland.

In Kärnten erhöhte sich der Anteil innerhalb von zehn Jahren von 12,5 auf 16,8 Prozent. In der Steiermark ging es von 13,8 auf 18,3 Prozent nach oben.

Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung in Wien: An Mittelschulen liegt der Anteil muslimischer Schüler mit 49 Prozent bereits knapp unter der Hälfte.

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