CO2-Steuer, Strom

Explodierende Kosten – "Kommen schwer über die Runden"

Steigende Energiepreise belasten viele Haushalte in Oberösterreich spürbar. Die AK fordert gezielte Entlastungen und Mietabschläge.
Oberösterreich Heute
17.11.2025, 03:00
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Die meisten sind betroffen, jetzt belegen es auch die Zahlen. Sechs von zehn Arbeitnehmern in Oberösterreich spüren seit Jahresbeginn deutlich die zusätzlichen finanziellen Belastungen. Jeder Sechste gibt sogar an, die Mehrkosten stark oder sehr stark zu merken. Besonders hart trifft es jene, die schon davor mit ihrem Einkommen kaum das Auslangen gefunden haben. Das hat eine Studie der AK ergeben.

Das Ende der Strompreisbremse und die höhere CO2-Besteuerung bringen demnach viele an ihre finanziellen Grenzen. "Viele kommen schwer über die Runden", so die AK. In diesen Gruppen sagen mehr als drei Viertel der Befragten, dass sie die Mehrbelastung spüren. Auch Bezieher von Fernwärme berichten laut AK etwas öfter von spürbaren finanziellen Problemen als andere.

Um die Lage zu entschärfen, wünschen sich 84 Prozent der Befragten ein Einschreiten der Politik, wenn die Energiepreise zu stark steigen. Acht von zehn finden, dass eine reduzierte Miete bei schlecht gedämmten Wohnungen eine gute Maßnahme wäre, um die höheren Betriebskosten abzufedern.

Die Arbeiterkammer Oberösterreich fordert deshalb, dass der Heizkostenzuschuss angepasst wird. Es braucht gezielte Unterstützung für Mieter, die sich die Heiz- und Betriebskosten nicht mehr leisten können.

Außerdem soll es Abschläge bei der Miete geben, wenn Wohnungen schlecht gedämmt sind oder mit fossilen Energieträgern beheizt werden. Denn Mieter können sich weder das Heizungssystem noch die Dämmung ihrer Wohnung aussuchen.

Auch bei der Fernwärme sieht die AK Handlungsbedarf. Die Regeln für die Lieferung aus gemeinschaftlichen Anlagen sind oft nicht ausreichend. Die AK fordert besseren Konsumentenschutz, transparente Verträge, eine wirksame Preiskontrolle, unabhängige Beratung und einfache Möglichkeiten zur Rechtsdurchsetzung für Konsumenten.

Der AK Wohnzufriedenheitsindex zeigt, wie es den Menschen beim Thema Wohnen wirklich geht. Die aktuelle Umfrage unter 800 Personen wurde Anfang September 2025 durchgeführt und ist repräsentativ für unselbständig Beschäftigte in Oberösterreich.

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