AUVA treibt Verkauf voran

Mehrere Interessenten für Reha-Zentrum "Weißer Hof"

Der Verkauf des Rehabilitationszentrums am Weißen Hof sorgt für Aufregung. Laut AUVA haben sich jetzt erste Interessenten gemeldet.
Niederösterreich Heute
11.03.2026, 04:00
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Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) treibt derzeit den Verkauf des Rehabilitationszentrums Weißer Hof voran. Man ist zuversichtlich, dass sich bald ein Käufer finden könnte – mehrere Interessenten sollen sich gemeldet haben.

Lange Jahre firmierte der Weiße Hof als eines der bekanntesten Unfall-Rehabilitations-Zentren Österreichs. Die AUVA, welche die Einrichtung betrieb, sah aber keine Möglichkeit mehr, um das weitläufige Ensemble kostentragend fortzuführen.

Weitläufiges Areal vor den Toren Wiens

Die Reha-Einrichtung, die im Gemeindegebiet von Klosterneuburg liegt und idyllisch über den Hügeln vor Wien thront, umfasst eine Grundstücksfläche von rund 256.500 Quadratmetern, mit Gebäudeflächen von rund 44.800 Quadratmetern. Daneben bestehen 167.000 Quadratmeter Baulandreserve.

Doch kein "Naherholungsgebiet"

Zahlreiche Prominente und auch Politiker hatten sich in der Vergangenheit für den Erhalt eingesetzt, das Personal hatte protestiert. Zwischenzeitlich sah es so aus, als bliebe der Weiße Hof bestehen. In einem Kooperationsvertrag zwischen AUVA, PVA und Land NÖ wurde der Weiterbetrieb sowie die Finanzierung von 150 Betten vereinbart.

In Klosterneuburg wurde gejubelt. Aus dem Reha-Zentrum sollte eine Art Naherholungsgebiet werden, hieß es. Umgesetzt wurde das nicht. Dafür läuft gegenwärtig ein mehrstufiger Verkaufsprozess, der bereits Ende 2025 gestartet wurde, auf Hochtouren – und es fanden bereits erste Vor-Ort-Besichtigungen für potenzielle Käufer statt.

Zahl der Bieter bleibt geheim

Nach der europaweiten Ausschreibung gebe es eine gute Resonanz, heißt seitens der AUVA. Mehrere Interessenten hätten bereits konkrete Teilnahmeanträge eingereicht. Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nennt die AUVA während des laufenden Verfahrens allerdings keine genaue Zahl der Bieter.

Derzeit werden die eingegangenen Bewerbungen auf ihre Eignung geprüft. Anschließend sollen geeignete Teilnehmer zur Abgabe eines ersten Angebots eingeladen werden. Ein Zuschlag wird nach aktuellem Zeitplan frühestens im vierten Quartal 2026 oder im ersten Quartal 2027 erwartet.

Weiterbetrieb als Verhandlungssache

Die AUVA will das Rehabilitationszentrum samt allen betriebsnotwendigen Grundstücken veräußern. Die Einrichtung verfügt über eine gültige krankenanstaltsrechtliche Bewilligung als Sonderkrankenanstalt nach dem niederösterreichischen Krankenanstaltengesetz.

Um den Weiterbetrieb zu sichern, soll der künftige Betreiber Zusagen öffentlicher Einrichtungen über eine garantierte Auslastung von bis zu 125 Betten für zumindest 15 Jahre erhalten. Neben dem klassischen Reha-Betrieb sind im Zuge der Verhandlungen auch alternative Nutzungskonzepte im Bereich Gesundheit und Soziales möglich.

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