Vor einiger Zeit hat Odermatt in einem Interview einmal verraten, dass er zu Beginn seiner Weltcup-Laufbahn ein bisserl für Shiffrin geschwärmt hat. Nun trafen sich die beiden im Podcast wieder – und wie berichtet, ging es dabei nicht nur um Medaillen und Rekorde, sondern um echte Emotionen.
"Ich stand im Starthaus des zweiten Laufs im Slalom und konnte mein Team und meine Familie hinter mir spüren", erinnert sich Shiffrin an ihren Slalom-Olympiasieg in Cortina vor wenigen Wochen.
Sie gibt offen zu: "Ich war zwar sehr besorgt gewesen, dass ich es nicht ins Ziel schaffe oder Fehler mache, aber ich war nicht verängstigt." Dieses Gefühl habe sie "noch nie in ihrer Karriere" gehabt. Am Ende holte die 31-jährige US-Amerikanerin ihr zweites Slalom-Gold mit klarem Vorsprung von 1,50 Sekunden.
Odermatt überraschte Shiffrin im Gespräch mit einer ganz besonderen Erinnerung. Er habe früher "nie von Goldmedaillen oder Kristallkugeln" geträumt, sondern immer von einem Start in Adelboden. "Mein einziger Traum, den ich jemals hatte, war, dort zu starten", so der Ausnahmefahrer aus dem Kanton Nidwalden.
Seinen ersten Sieg am Chuenisbärgli im Jänner 2022 beschreibt Odermatt als die Erfüllung seines Bubentraums: "Ich habe so viel Druck gespürt, dass ich auf dem Weg zum Start beider Läufe im Sessellift geweint habe", erzählt der 28-Jährige. Mittlerweile hat er den legendären Riesentorlauf im Berner Oberland schon fünf Mal in Serie gewonnen.