"In Reichweite"

Meinl-Reisinger: Dieses Land soll der EU beitreten

Geht es nach Außenministerin Beate Meinl-Reisinger, soll die EU bald ein weiteres Mitglied bekommen. Dafür reiste die NEOS-Chefin auf den Balkan.
Heute Politik
03.10.2026, 10:11
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Außenministerin Beate Meinl-Reisinger hat am Freitag in Montenegro die Fortschritte des Landes am Weg in die Europäische Union betont.

"Die letzten Meter"

"Der EU-Beitritt Montenegros ist in Reichweite. Jetzt geht es darum, die letzten Meter mit voller Entschlossenheit zu gehen", teilte das Ministerium nach einem Austausch im Slavkov-Format mit. Mit ihren Amtskollegen aus Tschechien und der Slowakei traf Meinl-Reisinger in der Hauptstadt Podgorica auf montenegrinische Spitzenpolitiker.

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Neben Staatspräsident Jakov Milatovic waren Premierminister Milojko Spajic sowie Außenminister Ervin Ibrahimovic anwesend, hieß es in einer Aussendung. Im Zentrum der Gespräche seien der EU-Beitritt und die Zusammenarbeit in Wirtschaft, Energie und Sicherheit gestanden. Man stehe an Montenegros Seite, sagte Meinl-Reisinger. "Das tun wir aus Überzeugung, aber auch im eigenen Interesse: Kaum ein Land hat von früheren Erweiterungen so profitiert wie Österreich."

Deutlicher Rückhalt aus Österreich

Die Außenministerin unterstrich zudem den laut Erhebungen deutlichen Rückhalt für den EU-Beitritt in der Bevölkerung Montenegros. Österreich zähle zu den großen ausländischen Investoren im Land und sei besonders im Bank- und Versicherungswesen sowie in der Infrastrukturentwicklung erfolgreich.

Außerdem gebe es eine langjährige militärische und polizeiliche Zusammenarbeit. "Die EU und der Westbalkan stehen vor denselben Bedrohungen: Hybride Angriffe, gezielte Desinformation und Einflussnahme von außen setzen unsere Demokratien unter Druck", so Meinl-Reisinger. Im April 2027 sei deshalb eine internationale Konferenz zu diesem Thema in Wien geplant.

Das Slavkov-Format aus Österreich, Tschechien und der Slowakei dient der informellen Zusammenarbeit. Es gehe etwa um gemeinsame Positionen zu europäischen Zukunftsfragen. Österreich hat derzeit den Vorsitz.

pol,03.10.2026, 10:11