Drohneneinschlag in Rumänien

Meinl-Reisinger empört – Russen-Botschafter einbestellt

Eine russische Drohne schlug im EU-Land Rumänien ein. Die heimische Regierung zeigte sich empört. Nun wurde der russische Botschafter einbestellt.
Newsdesk Heute
29.05.2026, 16:04
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In der Nacht auf Freitag segelte eine Drohne in ein Wohnhaus im EU- und NATO-Land Rumänien. Laut dem Verteidigungsministerium in Bukarest seien dabei zwei Menschen leicht verletzt worden. Auch ein Brand wurde dadurch ausgelöst.

Der Vorfall erregte auch die Gemüter in der heimischen Politiklandschaft. Laut der "Krone" bestellte Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) jetzt sogar den russischen Botschafter ein.

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Russland "militärisch und wirtschaftlich" unter Druck

Zuvor reagierte die NEOS-Frontfrau mit entschlossenen Worten. Sie sicherte Rumänien, Österreichs Solidarität zu und betonte, dass Russland "militärisch und wirtschaftlich" enorm unter Druck stehe. Sie warf Moskau vor, "die Menschen in Europa zu verunsichern". Gleichzeitig merkte Meinl-Reisinger an, dass sich Europa "nicht einschüchtern" lasse. "Jeder neue Angriff lässt Europa nur enger zusammenrücken", so die Außenministerin.

Auch Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) reagierte empört auf den Vorfall. "Der russische Drohnenangriff auf Wohnhäuser in Rumänien ist eine weitere gefährliche Eskalation und absolut verabscheuungswürdig – ich verurteile ihn in den schärfsten möglichen Worten!", postete Stocker auf X.

"Wir stehen in voller Solidarität zu unseren Freunden und Partnern in Rumänien und wünschen den Verletzten eine schnelle Genesung. Wir unterstützen voll und ganz die gemeinsamen europäischen Bemühungen, unsere Widerstandsfähigkeit und Verteidigungsfähigkeiten gegen die Bedrohung durch Drohnenangriffe zu stärken", so der Kanzler weiter.

In der Nacht wurde ein Wohnblock in Rumänien von einer Drohne getroffen.
REUTERS

Rumänien: "Verletzung des Völkerrechts"

Noch bevor Österreich diesen Schritt setzte, bestellte auch Rumänien den dortigen russischen Botschafter ein. "Wir werden offiziell mitteilen, welche Folgen diese Verantwortungslosigkeit seitens der Russischen Föderation für die diplomatischen Beziehungen zwischen unseren Ländern haben wird sowie die nächsten Schritte auf europäischer Ebene bezüglich der Sanktionspakete", sagte Rumäniens Außenministerin Oana Toiu.

Des Weiteren bezeichnete sie den Vorfall als "schwerwiegende Verletzung des Völkerrechts". Seit Moskau mit Angriffen auf ukrainische Häfen an der Donau begonnen habe, hätten russische Drohnen bereits 28-mal den rumänischen Luftraum verletzt, teilte das Verteidigungsministerium in Bukarest mit.

Über den nunmehrigen Vorfall sei auch Kreml-Chef Wladimir Putin informiert worden, berichtete die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Kremlsprecher Dmitri Peskow.

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