Eine routinemäßige Schulwegsicherung hat für eine 35-Jährige in Wels hinter Gittern geendet. Polizisten führten am Donnerstag gegen 8.05 Uhr im Bereich der Schulstraße Kontrollen durch. Dabei fiel ihnen ein schwarzer Pkw mit französischem Kennzeichen auf.
Das Auto war auf der Salzburger Straße in Richtung Osten unterwegs. Die Polizisten fuhren dem Wagen kurz nach, hielten ihn an und nahmen Lenker und Fahrzeug genauer unter die Lupe.
Insgesamt saßen sechs Personen im Pkw: der 33-jährige Lenker, ein 21-jähriger Beifahrer, eine Zwölfjährige, die 35-Jährige sowie zwei Kinder im Alter von vier und acht Jahren.
Bei der Kontrolle bemerkten die Polizisten auch gleich mehrere Verstöße. Die beiden kleinen Kinder waren weder angegurtet noch mit einer geeigneten Kindersicherung unterwegs. Technisch gab es am Fahrzeug hingegen nichts zu beanstanden.
Doch dann nahm die Kontrolle eine überraschende Wendung. Bei der Überprüfung der Personen gab es gleich zwei Treffer im Schengener Informationssystem (SIS).
Zum 33-jährigen Lenker wurde eine entsprechende Treffermeldung an die zuständige Stelle übermittelt. Weitaus schwerwiegender war jedoch das Ergebnis bei der 35-jährigen Insassin: Gegen sie lag ein europäischer Haftbefehl vor.
Die Frau wurde in Frankreich wegen Menschenhandels gesucht. Die Polizisten nahmen die 35-Jährige noch an Ort und Stelle fest und brachten sie auf eine Polizeiinspektion.