Die Wasserrettung Tulln machte sich sofort mit zwei Einsatzfahrzeugen und einem Boot aus Klosterneuburg und Tulln auf den Weg. Auch mehrere Feuerwehren, Rettungskräfte, Taucher, Polizei und Schifffahrtsaufsicht rückten an. "Eine Frau hat den Notruf gewählt, weil sie weit draußen auf der Donau einen Schwimmer treiben gesehen hat. So hat sie es beschrieben", so Christoph Einsiedl von der Wasserrettung Tulln auf "Heute"-Anfrage.
Unter anderem suchten der ÖAMTC-Notarzthubschrauber Christophorus 9 mit Feuerwehrtauchern sowie ein Polizeihubschrauber den Bereich ab. Einsatzkräfte kontrollierten zudem die Donau vom Wasser aus.
Eine Person konnte jedoch nicht gefunden werden.
Später kam heraus: Eine Zeugin hatte den Vorfall gefilmt. Die Aufnahmen wurden schließlich von den Einsatzkräften ausgewertet und halfen dabei, die Situation zu klären. "In dem Video hat man gesehen, dass es sich bei der vermeintlich treibenden Person um einen Schwimmer handelt, der Schwimmbewegungen durchführt. Er war weit draußen auf der Donau unterwegs und man hat gesehen, dass er seitlich vom Ufer geschwommen und nicht mit der Strömung getrieben ist. Es handelte sich also nicht um einen Notfall", so Einsiedl.
Nach Angaben der FF Kritzendorf wurde die Suche nach rund zwei Stunden beendet.
Die Wasserrettung Tulln betont noch: "Die Anruferin hat mit dem Notruf alles richtig gemacht. Wer eine mögliche Notlage beobachtet, hat mit der Verständigung der Einsatzkräfte alles richtig gemacht – lieber einmal zu oft als zu wenig."
Auf dem Rückweg kamen Mitglieder der Wasserrettung noch an einem Verkehrsunfall vorbei. Medizinische Hilfe war dort allerdings nicht mehr notwendig. Anschließend rückten die Helfer wieder ein und stellten ihre Einsatzbereitschaft erneut her.