Asbest-Alarm in Mödling: Im Bereich der Kreuzung Feldgasse mit der Weißes Kreuz-Gasse wurde eine mögliche Belastung mit dem gefährlichen Baustoff gemeldet. Aufmerksame Bürger hatten die Stelle im Asbest-Meldesystem von Greenpeace eingetragen.
Noch ist allerdings nicht geklärt, ob dort tatsächlich Asbest vorhanden ist. Die Stadt reagierte auf die Verdachtsmeldung umgehend und will nun Gewissheit schaffen.
Der für den öffentlichen Raum zuständige Stadtrat Tim Pöchhacker (Die Grünen) informierte Bürgermeisterin Silvia Drechsler (SPÖ) und Vizebürgermeister Rainer Praschak (Die Grünen) über den Fall. Gleichzeitig wurde eine Fachfirma mit einer Untersuchung beauftragt.
"Die Untersuchung wurde unverzüglich bei einer Fachfirma beauftragt, eine Probebohrung soll noch diese Woche stattfinden. Sobald erste Ergebnisse vorliegen, werden wir die Öffentlichkeit darüber informieren", erklärt Pöchhacker.
Auch Bürgermeisterin Drechsler betont, dass die Stadt den Verdacht ernst nimmt. "Der Schutz unserer Bürger hat oberste Priorität", erklären Drechsler und Pöchhacker. Fachleute sollen nun klären, ob tatsächlich eine gesundheitsschädliche Belastung vorliegt. Sollte sich der Verdacht bestätigen, will die Stadt die empfohlenen Maßnahmen einleiten.
Asbest kann vor allem dann gefährlich werden, wenn feine Fasern freigesetzt und eingeatmet werden. Ob das Material an der betroffenen Stelle in Mödling überhaupt vorhanden ist, muss die Untersuchung erst zeigen.
Erst Anfang August hatte Greenpeace in Bad Tatzmannsdorf im Burgenland hohe Asbest-Belastungen auf mehreren öffentlichen Flächen festgestellt.
Bei Stichproben auf acht Flächen wurde Asbest unter anderem im Schotter und auf asphaltierten Bereichen nachgewiesen. Die Gemeinde leitete daraufhin Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen ein.