Bei Toto Wolff herrschte am Sonntag gleich doppelte Feierlaune. Während Mercedes-Pilot Kimi Antonelli beim F1-Rennen in Madrid ganz oben auf dem Podest stand, durfte der Wiener auch abseits der Königsklasse einen Sieg bejubeln.
Denn fast zeitgleich raste sein Sohn Jack in Italien zu seinem ersten Meistertitel. Der erst Neunjährige gewann das Saisonfinale und krönte sich zum Champion in der X30-U10-Klasse der IAME Italien.
"Wir haben einen Doppelsieg heute", sagte Wolff stolz im "ORF". Fast noch wichtiger als der Mercedes-Erfolg schien dabei die Nachricht aus Italien zu sein. "Er ist neun und hat die Unter-10-Meisterschaft gewonnen, die Minis."
Auch Jack zeigte sich nach seinem Erfolg bereits routiniert vor dem Mikrofon. "Es war gut. Wir hatten einige Siege und auch einige schlechte Rennen. Aber am Ende haben wir gut gekämpft und die Meisterschaft gewonnen. Ich bin also wirklich glücklich."
Mit einer derart erfolgreichen Saison hatte der Nachwuchsfahrer selbst nicht gerechnet. "Vor der Saison hätte ich nicht gedacht, dass ich fast alle Rennen gewinnen würde", erklärte Jack. Schon vor dem entscheidenden Finale hatte er zwei Siege eingefahren.
Übrigens war Wolff nicht der einzige bekannte Motorsport-Name im Starterfeld. Auch Johan Berger, Sohn von Formel-1-Legende Gerhard Berger, fuhr in der Meisterschaft mit.
Von einer möglichen Zukunft seines Sohnes in der Formel 1 will Toto Wolff allerdings noch nichts wissen. Als ORF-Experte Alexander Wurz scherzhaft nachfragte, wann Jack in der Königsklasse auftauchen werde, winkte der Mercedes-Teamchef sofort ab.
"Noch lang nicht, und da sprechen wir auch nicht darüber", stellte Wolff klar. Bis dahin liege ohnehin noch ein weiter Weg vor seinem Sohn. "Dann kommen noch Juniors und Seniors [im Kart]. Also wir bleiben mit der Kirche im Dorf."