Apotheker erstmals befragt

Messer-Attacke auf Ehefrau – Mann verweigert Aussage

Der Tatverdächtige wurde nach der OP in die Justizanstalt gebracht, U-Haft wurde beantragt. Zur Bluttat selbst sagt der 66-Jährige kein Wort.
Niederösterreich Heute
04.02.2026, 10:27
Loading...
Angemeldet als Hier findest du deine letzten Kommentare
Alle Kommentare
Meine Kommentare
Sortieren nach:

Kommentare neu laden
Nach oben
Hör dir den Artikel an:
00:00 / 02:45
1X
BotTalk

Am Montag kam es zu der blutigen Attacke in einem Einfamilienhaus in Kottingbrunn im Bezirk Baden: Ein ehemaliger Apotheker (66) soll seiner gleichaltrigen Gattin Bauchstiche zugefügt und dann versucht haben, sich mit dem Messer selbst zu töten – beide landeten schwer verletzt im Spital. Angreifer und Opfer mussten wegen Stichverletzungen im Bauch operiert werden, Lebensgefahr soll aber keine mehr bestehen.

Der 66-Jährige wurde wegen des Verdachtes des versuchten Mordes in die Justizanstalt eingeliefert, U-Haft wurde beantragt. Der Mann habe bisher die Aussage verweigert, sagte Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt, am Mittwoch auf APA-Anfrage. "Das Opfer ist noch nicht vernehmungsfähig", teilte er zudem mit. Zum Auslöser für die Tat würden nach wie vor Ermittlungen laufen.

Lange Vorgeschichte

Laut "Heute"-Recherchen hatte die Bluttat eine lange Vorgeschichte: Der Tatverdächtige soll sich aus dem Apothekengeschäft mehr herausgenommen haben, als er durfte.

Im Zuge eines Schuldenregulierungsverfahrens kamen Ermittler dem Verdächtigen schließlich auf die Schliche – denn hier hatte der 66-Jährige zwei Kunstwerke verheimlicht.

Betrügerische Krida, Untreue

Der 66-Jährige wurde angeklagt – wegen betrügerischer Krida und Untreue, fasste schließlich rechtskräftig 3 Jahre unbedingte Haft aus. Im Dezember 2025 war ihm ein Haftantrittsschreiben zugestellt worden. Doch noch vor dem Haftantritt kam es zur Bluttat, die der Mann per E-Mail (mehrere Adressaten) angekündigt hatte. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Suizidgedanken? Telefonseelsorge unter der Tel.: 142; Polizeinotruf unter der Tel: 133

{title && {title} } red, {title && {title} } Akt. 04.02.2026, 12:20, 04.02.2026, 10:27
Jetzt E-Paper lesen