Am Montag kam es zu der blutigen Attacke in einem Einfamilienhaus in Kottingbrunn im Bezirk Baden: Ein ehemaliger Apotheker (66) soll seiner gleichaltrigen Gattin Bauchstiche zugefügt und dann versucht haben, sich mit dem Messer selbst zu töten – beide landeten schwer verletzt im Spital. Angreifer und Opfer mussten wegen Stichverletzungen im Bauch operiert werden, Lebensgefahr soll aber keine mehr bestehen.
Der 66-Jährige wurde wegen des Verdachtes des versuchten Mordes in die Justizanstalt eingeliefert, U-Haft wurde beantragt. Der Mann habe bisher die Aussage verweigert, sagte Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt, am Mittwoch auf APA-Anfrage. "Das Opfer ist noch nicht vernehmungsfähig", teilte er zudem mit. Zum Auslöser für die Tat würden nach wie vor Ermittlungen laufen.
Laut "Heute"-Recherchen hatte die Bluttat eine lange Vorgeschichte: Der Tatverdächtige soll sich aus dem Apothekengeschäft mehr herausgenommen haben, als er durfte.
Im Zuge eines Schuldenregulierungsverfahrens kamen Ermittler dem Verdächtigen schließlich auf die Schliche – denn hier hatte der 66-Jährige zwei Kunstwerke verheimlicht.
Der 66-Jährige wurde angeklagt – wegen betrügerischer Krida und Untreue, fasste schließlich rechtskräftig 3 Jahre unbedingte Haft aus. Im Dezember 2025 war ihm ein Haftantrittsschreiben zugestellt worden. Doch noch vor dem Haftantritt kam es zur Bluttat, die der Mann per E-Mail (mehrere Adressaten) angekündigt hatte. Es gilt die Unschuldsvermutung.
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