Minusgrade, schlechte Sicht und ein Wettlauf gegen die Zeit: Als am Dienstag, dem 3. Februar 2026, im Bezirk Zwettl die Sirenen aufheulten, war klar, dass jede Minute zählte. Ein 61-jähriger Mann galt seit dem Vormittag als abgängig, die Sorge um sein Leben wuchs mit jeder Stunde.
Der Mann soll bereits längere Zeit unterwegs gewesen sein, als er als vermisst gemeldet wurde. Aufgrund der eisigen Temperaturen (-3°C) ging man rasch davon aus, dass für den 61-Jährigen akute Lebensgefahr bestand. Gegen 16 Uhr wurde schließlich eine großangelegte Suchaktion im Raum Rohrenreith gestartet.
Insgesamt standen rund 80 Einsatzkräfte im Einsatz. Polizei, mehrere Feuerwehren, der Rettungsdienst und Polizeihunde durchkämmten über Stunden das Gebiet. "Unsere Drohnengruppe war mit vier Personen am Einsatz beteiligt", verkündet die Feuerwehr Zwettl-Stadt im "Heute"-Gespräch. Auch die Drohnengruppe Schloß Rosenau beteiligte sich am EInsatz. Wiesen, Wege und angrenzende Waldflächen wurden systematisch nach dem Vermissten abgesucht.
Die Bedingungen machten den Einsatz zusätzlich schwierig. "Wir hatten selbst Probleme aufgrund der starken Vereisung. Die Propeller unserer Drohnen haben kaum funktioniert, der Drohneneinsatz war darum nur eingeschränkt möglich", so die Feuerwehr Zwettl-Stadt weiter. Dennoch wurde die Suche unvermindert fortgesetzt – in der Hoffnung, den Abgängigen noch rechtzeitig zu finden.
Am Abend dann die traurige Gewissheit: Auf einer Wiese neben einem Waldgebiet wurde der 61-Jährige schließlich leblos von einem Feuerwehrmann entdeckt. Das bestätigte die Feuerwehr Zwettl-Stadt im "Heute"-Gespräch. Sofort wurden Rettungsmaßnahmen eingeleitet, ein Defibrillator kam zum Einsatz. Auch ein Notarzt versuchte vergeblich, den Mann zu reanimieren.
Der Notarzt konnte nur noch den Tod des 61-Jährigen feststellen. Gegen 21 Uhr wurde der stundenlange Großeinsatz beendet. Hinweise auf Fremdverschulden lagen nach ersten Informationen nicht vor.