Am Montag kam es zur blutigen Attacke in einem Einfamilienhaus in Kottingbrunn im Bezirk Baden: Ein Ex-Apotheker (66) soll seiner Gattin (66) Bauchstiche zugefügt und dann versucht haben, sich mit dem Messer selbst zu töten – beide landeten schwer verletzt im Spital. Lebensgefahr soll aber keine mehr bestehen.
Laut "Heute"-Recherchen hatte die Bluttat eine lange Vorgeschichte: Der Tatverdächtige soll sich aus dem Apothekengeschäft mehr herausgenommen haben, als er durfte – über einen Zeitraum von 18 Jahren sollen es rund 2 Mio. Euro gewesen sein.
Im Zuge eines Schuldenregulierungsverfahrens kamen Ermittler dem Verdächtigen schließlich auf die Schliche – hier hatte der 66-Jährige zwei Kunstwerke nicht angegeben.
Im Juni 2025 stand der Mann wegen betrügerischer Krida und Untreue vor Gericht, das Urteil: 3 Jahre Haft, davon 1 Jahr unbedingt. Nach Einlegung von Rechtsmitteln von beiden Seiten (Angeklagter und Staatsanwaltschaft) erhöhte das Oberlandesgericht die Strafe auf 3 Jahre unbedingte Haft.
Kurz vor Haftantritt kündigte der Mann dann die Bluttat per E-Mail (mehrere Adressaten) an. Darin spricht er von "Justizwillkür", "Justizignoranz" und "Justizirrtum" und dass "unschuldigen Opfern ein Schicksal" passieren werde.
Die Kripo ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Mordes mit anschließendem Suizidversuch. Es gilt die Unschuldsvermutung.