Fiese Telefon-Abzocke

65.000 Euro weg! Falsche Polizei nahm Pensionisten aus

Mit Lügen und drohenden Worten brachten falsche Polizisten einen Mann dazu, sein mühsam Erspartes an sie auszuhändigen.
Victoria Carina  Frühwirth
03.02.2026, 20:55
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Zu Mittag klingelte das Festnetztelefon, ein Pensionist nahm den Hörer ab. Eine Frau meldete sich, Guten Tag, sie sei Polizistin. Minuten später steckte der Mann aus Zwettl, NÖ, mitten in einem Albtraum – an dem Tag verlor er sein ganzes Erspartes. Der Vorfall am 30. Jänner gehört zur Betrugsmasche des "Polizeitricks", wie auch die "NÖN" berichten.

Geld an Polizei, um Gefängnisstrafe zu vermeiden

Laut Bezirkspolizeikommando Zwettl wurde dem 70-Jährigen am Freitag, dem 30. Jänner 2026, am Haustelefon erzählt, seine Tochter habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Nur eine sofortige Kaution könne verhindern, dass sie ins Gefängnis müsse.

Der psychische Druck auf den Mann riss während des Gesprächs nicht ab. Dem Mann wurde zudem untersagt, seine Tochter oder andere Angehörige zu kontaktieren. Schließlich hob er 65.000 Euro von seiner Bank ab. Die Übergabe an einen angeblichen "Gerichtsbeamten" erfolgte auf dem Parkplatz eines Supermarktes in Zwettl. Tatsächlich handelte es sich um einen Betrüger.

Falsche Polizeinummer im Umlauf

Die echte Polizei warnt eindringlich vor dieser Masche. Auf angezeigte Telefonnummern solle man sich nicht verlassen, auch gefälschte Polizeinummern (etwa 059133) seien im Umlauf.

"Ein derartiges Angebot, sich von einer Haftstrafe freizukaufen, würde die richtige Polizei niemals machen", betonen echte Beamte. Im Verdachtsfall wird geraten, bei einem Telefonat sofort aufzulegen und den Notruf 133 zu wählen.

{title && {title} } VF, {title && {title} } Akt. 04.02.2026, 10:48, 03.02.2026, 20:55
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