Mordanklage

Messer in Supermarkt gekauft, dann fremden Mann getötet

Ein Toter, ein Verletzter: Nach der Messer-Attacke in Linz liegt die Anklage vor. Die Staatsanwaltschaft beantragt auch die Einweisung des Täters.
Oberösterreich Heute
22.09.2026, 13:46
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Sie wollten einem Autofahrer helfen, wenig später wurde einer von ihnen tödlich verletzt: Die Messerattacke in der Linzer Innenstadt erschütterte im März das ganze Land. Jetzt gibt es eine neue Entwicklung: Die Staatsanwaltschaft hat gegen den 34-jährigen Beschuldigten Anklage wegen Mordes, Mordversuchs und schwerer Nötigung eingebracht.

Gutachterin stuft Mann als gefährlich ein

Das bestätigt Sprecher Florian Roitner den "OÖN". Die Anklage ist noch nicht rechtskräftig, einen Prozesstermin gibt es bisher nicht. Auch das psychiatrische Gutachten liegt inzwischen vor. Demnach war der kroatische Staatsbürger zum Tatzeitpunkt eingeschränkt zurechnungsfähig.

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Die Sachverständige beschreibt eine "instabile Persönlichkeitsstörung" und eine ausgeprägte "Drogenaffinität". Sie sieht in dem Mann eine Gefahr für andere. Die Staatsanwaltschaft beantragt deshalb neben einer Strafe auch seine Unterbringung in einem forensisch-therapeutischen Zentrum.

Nach der Tat war der 34-Jährige, für den die Unschuldsvermutung gilt, positiv auf Kokain getestet worden, zudem hatte er 0,88 Promille Alkohol im Blut. Was dem Mann vorgeworfen wird: Am 14. März soll er zunächst einen Autofahrer (57) an der Kreuzung Bismarckstraße/Landstraße angepöbelt haben. Drei junge Afghanen kamen dem Lenker zu Hilfe und kehrten danach in einen Barbershop zurück.

34-Jähriger schon verurteilt

Der Beschuldigte soll unterdessen in einem nahen Supermarkt zwei Küchenmesser gekauft haben. Bei der folgenden Attacke wurde ein 26-Jähriger getötet, sein Freund (24) schwer verletzt. Wie berichtet, ergab die Obduktion: "Ein wuchtiger Stich war tödlich."

Schon vor der Bluttat soll der 34-Jährige seiner Frau angekündigt haben, dass er "jemanden töten" werde. Besonders brisant: Bereits 2018 war er wegen absichtlich schwerer Körperverletzung zu zwei Jahren unbedingter Haft verurteilt worden.

red,22.09.2026, 13:46