Die lange Trockenheit hinterließ tiefe Spuren auf den heimischen Feldern. Zwar setzte später noch Regen ein, für zahlreiche Pflanzen kam die ersehnte Abkühlung aber zu spät. Besonders Erdäpfel sowie spät geerntete Kulturen entwickelten sich deutlich schlechter als im vergangenen Jahr.
Ein Landwirt rechnet laut ORF-Bericht heuer mit einer besonders mageren Kartoffelernte. Er bewirtschaftet Äcker von Hartkirchen (Bez. Eferding) bis Leonding (Bez. Linz-Land) – die Lage sei überall ähnlich: "Wir sind von den Erträgen her wahrscheinlich unter 50 Prozent."
Normalerweise könne der Betrieb mehrere Tausend Tonnen Erdäpfel einlagern. Diesmal dürfte nicht einmal die Hälfte der Lagerkapazität benötigt werden. Zudem könnte der Drahtwurm einen weiteren Teil der ohnehin knappen Ernte unbrauchbar machen.
Für Ewald Mayr, Obmann der Obst- und Gemüsebauern Oberösterreichs, zählen Erdäpfel zu den größten Leidtragenden der Klimakrise: "Das wird auch in Zukunft der größte Verlierer sein." Neben Hitze und fehlendem Niederschlag hätten auch Sonnenbrandschäden den Knollen zugesetzt.
Noch dramatischer fiel die Bilanz bei manchen Herbstkulturen aus. Körnermais, Silomais, Kürbis, Sonnenblumen, Soja und Zuckerrüben standen wesentlich länger auf den ausgetrockneten Feldern als das bereits im Sommer eingebrachte Getreide. Erste Schätzungen gingen davon aus, dass die Erträge um 50 bis 70 Prozent unter jenen des Vorjahres lagen.