Bisher hob der Notarzthubschrauber nur tagsüber ab, nun folgte der große Ausbau: Ab Freitag geht Christophorus Europa 3 in den 24-Stunden-Betrieb. Damit ist erstmals ganz Oberösterreich auch nachts flächendeckend aus der Luft versorgt.
"Gerade im Ernstfall und bei sämtlichen medizinischen Notfällen kann jede Minute entscheidend sein", betont Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP). Von Braunau aus dauert der Flug zu den spezialisierten Kliniken in Wels rund 20 Minuten, zum Linzer Kepler Uniklinikum etwa 30 Minuten.
Für die Nachteinsätze wurden zusätzliche Piloten, Flugretter und Notärzte ausgebildet. Auch Hubschrauber und Stützpunkt wurden technisch aufgerüstet. "Die langjährige Zusammenarbeit in Suben zeigt, wie grenzüberschreitende Luftrettung bedarfsgerecht, effizient und konsequent am Nutzen für unsere Patientinnen und Patienten ausgerichtet werden kann", erklärt ADAC-Luftrettungschef Frédéric Bruder.
Der in Suben stationierte Heli flog bereits 2025 insgesamt 1.523 Einsätze. Für den neuen Nachtbetrieb rechnen die Verantwortlichen mit knapp 250 zusätzlichen Flügen pro Jahr. Eine Besonderheit: Christophorus Europa 3 ist einer von nur zwei grenzüberschreitend eingesetzten Rettungshubschraubern Europas und rückt auch nach Bayern aus.