Zeugen verständigten Mittwochabend gegen 19 Uhr die Polizei, nachdem es im Stiegenhaus eines Floridsdorfer Mehrparteienhauses zu einer lautstarken Auseinandersetzung gekommen. Dabei soll auch ein Messer im Spiel gewesen sein.
Beamte des Stadtpolizeikommandos trafen kurz darauf am Tatort ein und entdeckten eine ramponierte Wohnungstüre.
Der junge Mieter, ein 19-jähriger Slowene, gab gegenüber den Polizisten an, dass plötzlich vier Personen – zwei Männer und zwei Frauen – an seiner Tür geklopft hatten und nach seinem Mitbewohner verlangt hätten.
Als er nicht öffnete, soll das Quartett ausgezuckt sein. Mit einem Messer versuchte es, die Wohnungstüre aufzubrechen und bedrohte ihn mit dem Umbringen.
Die Polizisten konnten die vier Tatverdächtigen in unmittelbarer Nähe anhalten. Diese bestritten jedoch die Vorwürfe und gaben an, dass der Wohnungsmieter selbst gefährliche Drohungen ausgesprochen habe.
Im Zuge der Durchsuchungen konnten ein Taschenmesser und ein Pfefferspray aufgefunden und sichergestellt werden. Ein 25-jähriger Mann aus der Russischen Föderation wurde vorläufig festgenommen und wegen des Verdachts der schweren Nötigung und der Sachbeschädigung angezeigt.
Der 19-jährige Wohnungsmieter wurde wegen des Verdachts der gefährlichen Drohung angezeigt. Gegen beide Männer wurde zudem ein Betretungs- und Annäherungsverbot sowie ein vorläufiges Waffenverbot ausgesprochen.