"Ich töte dich heute", soll der 20-jährige Syrer in arabischer Sprache seinen Landsmann (mittlerweile auch 20) im Streit angeschrien und dann mit einem acht Zentimeter langen Butterfly-Messer attackiert haben. Um was es bei dem Streit genau ging, ist unklar.
Laut dem Opfer und einer Zeugin habe der damals 19-Jährige gerade noch ausweichen können. Deshalb erlitt er "nur" eine klaffende Verletzung am Oberarm.
Der Angreifer flüchtete, verletzte unterwegs einen jungen St. Pöltner (14), den er gar nicht kannte, mit dem Messer im Brustbereich. Kurz darauf wurde der Verdächtige gefasst. Beide Opfer mussten im St. Pöltner Uniklinikum behandelt werden.
Am 8. Oktober muss sich der 20-Jährige (eine Vorstrafe wegen Diebstahls, sitzt in U-Haft wegen Tatbegehungsgefahr) wegen Mordversuchs am Landesgericht St. Pölten verantworten.
Dabei wird auch ein Vorfall (Delikt: einfache Körperverletzung) vom Juni 2025 in Vorarlberg mitverhandelt: Im Zuge eines Streits soll er einen Kontrahenten mehrmals geschlagen haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Bürgermeister Matthias Stadler (SPÖ) hatte im Juni folgendes Statement zu dem Vorfall abgegeben: "Das Wichtigste zuerst: Im Namen der Stadtregierung möchte ich ein großes Danke an die Polizei aussprechen, die den Täter rasch festgenommen hat und an all jene, die rasch eingeschritten sind und geholfen haben."
Und weiter: "Das Geschehene ist entsetzlich, aber aus so einem tragischen Vorfall politisches Kapital schlagen zu wollen, ist letztklassig und dient nur dazu Angst zu schüren. Festzuhalten ist, dass die Kriminalität in St. Pölten – vor allem bei Gewaltdelikten - in den letzten Jahren stetig zurückgegangen ist, aber solche tragischen Vorkommnisse leider nie ganz ausgeschlossen werden können. Wir stehen mit den Sicherheitsbehörden in ständigen konstruktiven Austausch, um Prävention und vorbeugende Maßnahmen weiter auszubauen."
Seitens der FPÖ hatte es geheißen: "Das sind leider jene Zustände, vor denen wir immer gewarnt haben. St. Pölten darf aber nicht Wien werden", so FPÖ St. Pölten-Gemeinderat und Landesrat Martin Antauer. Auch Stadtrat Klaus Otzelberger kritisierte: "St. Pölten hat ein Problem und das wird von Rot-Grün ignoriert. Wir benennen das Problem: Ausländerkriminalität."
Antauer verwies damals auf eine Statistik: Von 8.000 Zuzügen in die nö. Landeshauptstadt seit 2012 waren es 7.000 Ausländer. "Seit 2015 haben sich in St. Pölten über 2.000 Syrer, Afghanen und Iraker angesiedelt. St. Pölten hat ein Thema mit importierter Gewalt, wenn am helllichten Tag in der Innenstadt ein Messer gezogen wird – da hilft auch keine Regenbogenfahne am Rathaus."