48 Mannschaften haben sich für die erste Mega-WM qualifiziert, darunter auch Österreich, das erstmals seit 28 Jahren wieder den Sprung zu einer WM-Endrunde geschafft hat. Die Auslosung Anfang Dezember brachte Rot-Weiß-Rot nun ein Duell mit Weltmeister Argentinien (22. Juni). Die weiteren Gegner der Gruppe J: Jordanien und Algerien.
Bei den Argentiniern überstrahlt freilich Fußball-Gigant Lionel Messi alles. Doch ob der 39-Jährige tatsächlich in Dallas gegen Österreichs Team aufläuft, ist noch offen. Und auch Deutschlands Fußball-Ikone Thomas Müller hat so seine Zweifel daran. Der Offensivspieler, der seit Sommer bei den Vancouver Whitecaps unter Vertrag steht, verlor jüngst das MLS-Endspiel gegen Messis Klub Inter Miami.
Messi selbst hatte eine WM-Teilnahme zuletzt offen gelassen. Der achtfache Weltfußballer mache dies auch von seiner körperlichen Verfassung im kommenden Sommer abhängig. Müller, der bei der WM in den USA, in Kanada und Mexiko als Experte für "Magenta TV" dabei sein wird, setzte hinter einen möglichen WM-Auftritt des Argentiniers ein großes Fragezeichen.
"Es wäre ein interessantes Projekt aus meiner Sicht, wenn er dabei wäre", meinte Müller nun, schob aber gleich hinterher: "Das könnte natürlich auch die ganze Statik dieser Mannschaft verändern – ob zum Guten oder zum Schlechten." Messi sei freilich ein Top-Spieler, aber auch in einem für Profi-Fußballer hohen Alter. "Ob das jetzt so aus dem Stegreif auf, sage ich mal, internationalem Weltniveau auch so funktionieren würde, bezweifle ich eher", meinte der Deutsche kritisch.
Klar ist für den ehemaligen Bayern-Star aber, dass die Argentinier natürlich zum ganz engen Favoritenkreis zählen. "Weltmeister wird der, der mit den Bedingungen am besten klarkommt", so Müllers Analyse.