Über das Vermögen der Hinke Tankbau GmbH wurde ein Sanierungsverfahren eröffnet. Der vor 30 Jahren gegründete Metallverarbeiter mit Sitz in Vöcklamarkt (Bez. Vöcklabruck) ist spezialisiert auf Tank- und Behälterbau.
Hauptmarkt waren zunächst Bierproduzenten. Die Situation in der Getränkebranche verschärfte sich jedoch, die Nachfrage ging deutlich zurück. Der Betrieb verlagerte daher 2024 seinen Fokus zunehmend auf den Pharmaindustrie.
Angesichts der Corona-Pandemie lief das Geschäft zunächst gut. Aber: Auch dieser Sektor schwächelte schließlich, die Bestellungen gingen nur mehr schleppend ein. Laut Hinke konzentrierten sich Investitionen auf die USA und Asien, nach Deutschland, Österreich und die Schweiz hingegen floss weniger Geld.
Was die Probleme verstärkte: Die Hausbanken reduzierten bestehende Kreditlinien. Dadurch verlor das Unternehmen innerhalb kurzer Zeit wesentliche Teile seiner Liquidität. Die Folge: Die Löhne und Gehälter für Juli 2026 konnten nicht mehr gezahlt werden.
Der Kreditschutzverband beziffert die angehäuften Schulden mit rund 3,3 Millionen Euro. Zum Vermögen gibt es vorerst keine Angaben. An die 140 Gläubiger und 50 Mitarbeiter, davon sieben Lehrlinge, sind betroffen.
Aufgrund der Spezialisierung auf den Pharma-Behälterbau setzt Hinke alles daran, eine Sanierung zu erreichen. Daher werden die Geschäfte derzeit fortgeführt. Es gebe laufende Aufträge und Gespräche mit potenziellen Investoren, heißt es.