Bleifüße sind seit Jahren ein Problem in der fünftgrößten OÖ-Stadt, Traun (Bez. Linz-Land). Seit geraumer Zeit setzt die 25.000-Einwohner-Gemeinde im Kampf dagegen auf ein Geheim-Radar: Es ist in Autos versteckt, die unauffällig am Straßenrand parken.
Bürgermeister Karl-Heinz Koll zog gegenüber "Heute" zufrieden Bilanz: "Alle fahren viel langsamer. Das ist für die Sicherheit großartig", sagte er. "Viele seien aus Angst vor einer Strafe sogar in 50er-Zonen mit nur mehr 30 km/h unterwegs.
Die drastische Maßnahme schreckt aber offenbar nicht jeden ab. Auf Facebook hat sich jetzt ein wütender Bürger zu Wort gemeldet, der an der St.-Martin-Kreuzung wohnt: "Es ist unglaublich, wie dort Rennen gefahren werden Richtung Trauner Kreuzung!!!"
Und weiter: "Warum kann man bei uns kein Radarauto in beiden Richtungen aufstellen?" Der Mann könnte sich auch ein fixes Messgerät vorstellen. Es würde nichts ändern, ist eine Userin überzeugt. Die Raser müssten sich "über ihre PS irgendwie beweisen. Die Strafen werden da einkalkuliert".
Drastisch die Schilderung einer weiteren Social-Media-Nutzerin: "Ich wohne einige Parallelstraßen weiter und komme mir am Wochenende und abends oft vor wie am Nürburgring." Durch Kontrollen könnte viel Geld gemacht werden, ist sie überzeugt.
Auch die Innviertler Bezirkshauptstadt Ried (rund 13.000 Einwohner) setzt seit mehreren Jahren auf ein Geheim-Radar: Die Verkehrssicherheit sei gestiegen, betonte Bürgermeister Bernhard Zwielehner (ÖVP).
Die Pkw wechseln im Monatsrhythmus ihre Standorte, die Gemeinde veröffentlicht die Positionen regelmäßig auf ihrer Website. Bis Ende Juli parken die Wagen in der Goethestraße, der Riedbergstraße und am Teichweg.