Luxus statt Leistbarkeit

Miet-Schock in Wien: 6.300 Euro für 72-m²-Wohnung

Jetzt wird’s noch teurer im Nobelviertel: Diese Wohnung kostet 6.283 Euro im Monat –pro Quadratmeter beträgt die Miete 87 Euro.
Christoph Weichsler
01.08.2025, 21:39
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Zwei Zimmer, ein Bad, 72 Quadratmeter – der Preis ist ein echter Schocker: Für satte 6.283 Euro pro Monat wird in der Wiener Innenstadt eine Designer-Wohnung vermietet, die zwar schick, aber alles andere als groß ist. Sie befindet sich im 7. Stock eines renommierten Fünf-Sterne-Hotels am Parkring, mitten im 1. Bezirk – nur wenige Schritte vom Stadtpark entfernt.

Dafür gibt's Luxus pur: Concierge-Service, Zugang zum Spa- und Fitnessbereich, maßgefertigte Tischlerküche, edles Eichenparkett und ein Badezimmer mit Walk-in-Dusche und Natursteinfliesen. Auf Wunsch sogar voll möbliert. Das Apartment ist Teil eines exklusiven Projekts: Neun Wohnungen wurden eingerichtet – acht sind bereits vermietet. Nur noch eine Einheit ist frei. Die Nachfrage? Hoch, sagen die Vermieter.

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Hotelservice inklusive

Was wie ein schicker Hotelaufenthalt klingt, ist eine fix vermietbare Wohnung – mit allen Extras des Hotels: Indoor-Pool, Fitnessstudio und Concierge-Service rund um die Uhr. Wer hier wohnt, muss sich um nichts kümmern – außer um den Mietvertrag und die Überweisung der Monatsmiete.

Die Zielgruppe ist klar: Geschäftsleute, Expats, Superreiche oder Auslandsösterreicher, die sich eine Zweitwohnung in Wien gönnen. Laut Makler Turpin Immobilien GmbH, die das Objekt exklusiv anbietet, sei das Konzept "Hotel-Wohnen" gerade in dieser Lage sehr gefragt. Kritik gibt’s trotzdem – denn leistbarer Wohnraum schaut anders aus.

Wohnwahnsinn in Zahlen: über 87 Euro pro m²

Der Quadratmeterpreis? Mehr als 87 Euro brutto im Monat. Damit liegt das Mini-Apartment weit über dem Wiener Durchschnitt. Zum Vergleich: Für das gleiche Geld bekommt man andernorts ein Einfamilienhaus – hier aber nur 72 Quadratmeter. Für viele Wiener wirkt das Angebot wie aus einer anderen Welt.

"Heute" hat bereits über ähnliche Fälle berichtet – etwa über 2.400 Euro für 60 Quadratmeter (in Wien-Brigittenau) oder ein XXL-Penthouse mit 38.000 Euro Miete in der Innenstadt. Jetzt also die nächste Preisexplosion. Und das, während die Wartelisten für Gemeindewohnungen immer länger werden.

Fazit: Stadtpalais oder Preisskandal?

Die Lage ist unbestritten top: Stadtpark, Stephansdom, Oper, Luxus-Boutiquen – alles fußläufig erreichbar. Auch die Verkehrsanbindung lässt nichts zu wünschen übrig: U-Bahn, Straßenbahn und Bus sind in wenigen Gehminuten erreichbar. Ein Tiefgaragenplatz kann zusätzlich angemietet werden.

Für die einen ist es eine Traumwohnung – für die anderen einfach nur überteuert. Klar ist: Solche Angebote heizen die Debatte um leistbares Wohnen weiter an.

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