Trotz Privatinsolvenz

Milliarden versenkt, aber Benko führt Luxus-Leben

All seine relevanten Firmen sind pleite, er selbst ist in Privatinsolvenz. Dennoch führt René Benko weiter ein Luxusleben. Keiner kann das verhindern.
Michael Rauhofer-Redl
12.11.2024, 08:21
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Offiziell lebt René Benko gerade am Existenzminimum. Wie von "Heute" ausführlich berichtet, sind nahezu alle Signa-Firmen im Konkurs und auch er selbst befindet sich in Privatinsolvenz. Umso mehr drängen sich nach einem publik gewordenem Jagdfoto, die Benko zusammen mit dem Tiroler Politiker Georg Dornauer zeigen, Fragen auf.

Die Jagd selbst gehört jener Stiftung, die Benkos Mutter zugerechnet wird. Der gefallene Immo-Jongleur selbst hat darin keine Funktion, wie auch Klaus Schaller vom Kreditschutzverband 1870 gegenüber dem Ö1-Morgenjournal am Dienstag festhält.

Das Vermögen einer Privatstiftung sei komplett separat und eine eigene Rechtsperson. Und wenn diese Rechtsperson René Benko die Möglichkeit zur Jagd einräume, "dann betrifft das das eigentliche Insolvenzverfahren des Herrn René Benko nicht", so der Experte.

Keine Möglichkeit für Behörden

Auch der für die Privatinsolvenz zuständige Masseverwalter Andreas Grabenweger hat das Jagdfoto wohl mit Interesse betrachtet. Aber auch ihm sind die Hände gebunden. Denn rein rechtlich gesehen waren sowohl Benko als auch Georg Dornauer nur Gäste. Grabenweger spricht lapidar von "illustren Runde an eingeladenen Persönlichkeiten". Auch sämtliche Fahrzeuge, die Benko benutzt sowie das villaähnliche Schloss in der Nähe von Innsbruck, in dem Benko lebt, gehören der Privatstiftung seiner Mutter.

Diese Zuwendungen sind quasi Geschenke, die Benko zugutekommen. Grabenweger führt im Gespräch mit dem ORF-Radiosender aus, dass zwar durch die Handlungen eines Dritten Benko ein Luxusleben ermöglicht werde, Zugriff in Form von Pfändungen auf die (Luxus)Güter habe er aber nicht. Denn: Der einstige Milliardär hat dafür nicht einen Cent bezahlt und als Einkommen gelten die Zuwendungen auch nicht.

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