Eine Quittung der Walliser Staatsanwaltschaft, die von der deutschen Zeitung "Bild" veröffentlicht wurde, zeigt: Der Betrag von insgesamt 400.000 Franken wurde von einer Person aus einer der reichsten Familien der Schweiz überwiesen. Der Name bleibt zwar geschwärzt, doch die Hinweise sind eindeutig.
Die Familie des großzügigen Spenders ist tief in der Uhrenbranche verwurzelt. Er selbst investiert außerdem kräftig in Immobilien.
Nicht nur geschäftlich sind Moretti und der Genfer Millionär miteinander verbunden. Wie 20min.ch berichtet, kaufte Jacques Moretti vor einiger Zeit eine Immobilie von ihm – der Preis wurde nicht bekanntgegeben. Auch privat gibt es Berührungspunkte: Die beiden teilen die Leidenschaft für wertvolle Oldtimer.
Wie die Zeitung "Blick" schreibt, besuchten sie gemeinsam eine Oldtimer-Rallye auf Korsika. Auf eine Anfrage von "Bild" reagierte der Kautionszahler bisher nicht. "Blick" erwischte ihn zwar am Telefon, das Gespräch war aber schnell beendet.
Die italienische Zeitung "La Repubblica" berichtet, dass das Geld nach Abschluss des Verfahrens wieder an den Millionär zurücküberwiesen werden soll. Hätten die Morettis selbst die Kaution hinterlegt, wäre die fast halbe Million zur Deckung der Prozesskosten und als Vorschuss für mögliche Schadenersatzforderungen einbehalten worden.