Ein mysteriöser Mord sorgt im bayerischen Seefeld für Aufsehen. Peter Z. (66) wurde am vergangenen Donnerstag, den 24. September, vor seinem Haus in der Nähe des Pilsensees erschossen. Anwohner hatten gegen 22 Uhr drei Knallgeräusche gehört, diese aber zunächst nicht als Schüsse erkannt.
Erst rund neun Stunden später entdeckte die Tochter den Mann neben seinem Auto in der Grundstückseinfahrt. Er war von drei Kugeln getroffen worden. Seither versucht die Kripo, die Hintergründe der Tat zu klären.
Besonders brisant ist eine weitere Spur. Laut "BILD" prüft die Kripo, ob ein mögliches Millionen-Erbe mit dem Mord zusammenhängen könnte.
Der Fall beschäftigt die Menschen in dem kleinen Ort im Landkreis Starnberg besonders. Peter Z. galt als angesehener Ingenieur für Bauplanung, war im örtlichen Chor aktiv und kümmerte sich laut Bekannten intensiv um seine Mutter.
Nun rückten am Mittwoch auch Polizeitaucher am Pilsensee an. Sie durchsuchten das Wasser beim Strandbad, rund 950 Meter vom Tatort entfernt. Ermittler beobachteten den Einsatz von einem Steg aus.
Im Fokus steht offenbar die Suche nach der Tatwaffe. Ob dabei tatsächlich Beweismittel gefunden wurden, ist bisher nicht bekannt.
Peter Z. soll sich um eine ältere, vermögende Frau gekümmert haben, die schwer krank gewesen sein soll. Dem Bericht zufolge hätte der 66-Jährige möglicherweise einen Teil ihres Millionenvermögens erben können.
Nur einen Tag nach dem Mord starb auch die Frau. Die Staatsanwaltschaft München II ordnete deshalb eine Obduktion an. Damit soll geklärt werden, ob sie eines natürlichen Todes starb oder womöglich ebenfalls Opfer eines Verbrechens wurde.
Zusätzlich sorgt die Erbschaftsfrage für Rätsel. Die Frau soll ihr Testament mehrfach geändert haben. Den Ermittlern sollen außerdem noch nicht alle entsprechenden Dokumente vorliegen.
Ob tatsächlich ein Zusammenhang zwischen dem möglichen Erbe und dem Mord besteht, ist derzeit völlig offen. Die Kripo ermittelt weiter in alle Richtungen.