Fail-Hinrichtung von Pike

"Das Schlimmste, das wir je gesehen haben"

Nach den schweren Komplikationen bei der Hinrichtung von Christa Pike zieht Tennessee Konsequenzen. Alle weiteren Exekutionen werden gestoppt.
André Wilding
01.10.2026, 18:36
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Die gescheiterte Hinrichtung von Christa Pike hat im US-Bundesstaat Tennessee unmittelbare Folgen. Gouverneur Bill Lee hat laut US-Medienberichten alle für den Rest des Jahres 2026 geplanten Hinrichtungen gestoppt.

Zudem wurde eine "umfassende Überprüfung durch eine unabhängige dritte Partei" angeordnet.

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Pike sollte am Mittwoch als erste Frau seit mehr als 200 Jahren in Tennessee hingerichtet werden. Doch die Vollstreckung verlief nicht wie geplant. Die 50-Jährige ist laut US-Medienberichten noch am Leben und befindet sich in einem Krankenhaus.

Pike spricht nach Giftspritzen

Um 19.26 Uhr Ortszeit wurden die Jalousien zum Hinrichtungsraum für die anwesenden Zeugen geöffnet. Pike wurden im Verlauf der Prozedur zwei Giftspritzen mit dem Wirkstoff Pentobarbital verabreicht.

Augenzeugen berichteten laut "n-tv" später, dass die 50-Jährige währenddessen mehrere vollständige Sätze gesprochen, angestrengt geatmet und geschnarcht habe.

Laut Lokalreporterin Tori Gessner sagte Pike: "Mein Arm fühlt sich an, als würde er gleich aufplatzen. Eine Stelle pocht wirklich stark." Um 20.53 Uhr wurden die Zeugen von Gefängnisbeamten aus dem Raum gebracht. Zu diesem Zeitpunkt soll Pike noch immer zu hören gewesen sein, wie sie atmete.

"Schlimmste, das wir je gesehen haben"

Robin Maher, geschäftsführende Direktorin der gemeinnützigen Organisation Death Penalty Information Center, reagierte deutlich auf die Vorgänge.

"Dieses Ereignis ist das Schlimmste, das wir je gesehen haben, und unterscheidet sich von jeder anderen fehlgeschlagenen Hinrichtung in der modernen Ära", wird Maher bei "n-tv" zitiert. Für Tennessee war es bereits die zweite fehlgeschlagene Hinrichtung in diesem Jahr.

Gouverneur zieht Konsequenzen

Nach dem Vorfall entschied der republikanische Gouverneur Bill Lee laut US-Medienberichten, die weiteren für 2026 vorgesehenen Hinrichtungen auszusetzen.

Bevor in Tennessee weitere Hinrichtungen stattfinden, soll nun eine "umfassende Überprüfung durch eine unabhängige dritte Partei" erfolgen.

wil,01.10.2026, 18:36
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