Schwere Unwetter haben am Donnerstag die griechische Ferieninsel Kreta getroffen. In Karines in der Region Rethymno wurde die Leiche eines zuvor vermissten 79-jährigen Hirten in einer Schlucht gefunden.
Auch in Heraklion spielten sich dramatische Szenen ab. Dort wurden ein Mann und eine Frau von den Wassermassen mitgerissen. Einsatzkräfte konnten das verletzte Paar retten.
Besonders heftig regnete es im Raum Heraklion. In Profitis Ilias wurden mehr als 220 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. Wassermassen überschwemmten Weinberge und andere Anbauflächen, drangen in Betriebe ein und spülten Geröll auf mehrere Straßen.
Auf mehreren Verbindungen rund um Heraklion kam es zudem zu kleineren Erdrutschen. Baumaschinen mussten ausrücken, um Erde, Schlamm und Geröll zu entfernen und die Straßen wieder freizumachen.
Besonders stark betroffen sind die Regionen Rethymno, Heraklion und Lasithi. Damit zieht sich das Unwetter über weite Teile der Insel. In mehreren Gemeinden wurden größere Schäden gemeldet.
Auch die Landwirtschaft leidet unter den Wassermassen. Weinberge und andere Felder stehen unter Wasser, zudem gibt es Sorgen um Schäden an Nutztieren und Betrieben.
Die Behörden rufen die Bevölkerung dazu auf, unnötige Fahrten zu vermeiden. In Chania und Rethymno blieben Schulen vorsorglich geschlossen.
Betroffen ist außerdem nicht nur Kreta: Auch auf anderen griechischen Inseln und in weiteren Teilen des Landes sorgte die Wetterlage für Überflutungen, starken Wind und Behinderungen. Das Unwetter soll noch bis Sonntag anhalten.