Am 27. August schockierte der Riesen-Raub im Wiener MAK das Land. Am helllichten Tag besuchten zwei Männer das Museum – jedoch nicht, um sich an den glänzenden Ausstellungsstücken zu erfreuen. Die Männer stahlen kurzerhand und trotz zahlreicher Überwachungskameras ein Collier im Wert von mehreren Millionen Euro aus der Ausstellung "Glanzstücke". Die beiden vermeintlichen Täter konnten flüchten.
Schnell war klar, wie und in welche Richtung die Verdächtigen geflohen waren – zu Fuß hatten sie sich Richtung Stadtpark aufgemacht. Seither gibt es keine nennenswerten Spuren von den beiden. Bereits einen Tag nach dem Diebstahl wurden diverse Kameras und Überwachungskameras ausgewertet.
Auf "Heute"-Anfrage bestätigte die Polizei Wien: "Die Ermittlungen des Landeskriminalamtes Wien sind im vollen Gange." Sollte es öffentlichkeitsrelevante Ermittlungsergebnisse geben, würde man diese kommunizieren.
Die Dimension des Falls erinnert an den Raub der "Saliera" im Jahr 2003. Damals wurde das weltberühmte goldene Salzfass von Benvenuto Cellini aus dem Kunsthistorischen Museum in Wien gestohlen. Rund ein Jahr später wurde es jedoch wieder sichergestellt.
Experten sind sich jedoch sicher: In einem Stück wird man das gestohlene Diamantcollier wohl nicht mehr zurückholen können. Im Ganzen wäre es nahezu unmöglich, das Schmuckstück zu verkaufen. Vermutlich wurde es in seine Einzelteile zerlegt.