Die Krise am Immobilienmarkt zieht immer weitere Kreise. Wie der KSV1870 bekanntgibt, hat es jetzt auch die MaBau Beteiligungs GmbH mit Sitz in der Wiener City erwischt. Das Unternehmen hat ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung am Handelsgericht Wien beantragt.
Bei der Firma handelt es sich um die Management- und Beteiligungsholding einer Unternehmensgruppe mit rund 30 Tochtergesellschaften im Immobiliensektor. Die Schuldnerin ist unter anderem Mehrheitsgesellschafterin der SIEBEN DÖRFER IMMOBILIEN GMBH, über deren Vermögen ebenfalls kürzlich ein Sanierungsverfahren eröffnet wurde.
Weil es sich nur um die Management-Tochter handelt, sind von dieser Insolvenz nur drei Dienstnehmer betroffen. Allerdings gibt es circa 34 Gläubiger und Schulden im Ausmaß von 5,5 Millionen Euro.
Das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz wird dem Alpenländischen Kreditorenverband zufolge auf die massive Krise im Immobiliensektor zurückgeführt. Aufgrund dessen kam es bei den Tochtergesellschaften der Antragstellerin zu einem enormen Liquiditätsdruck, der auf dortiger Ebene nicht mehr ausgeglichen werden konnte.
So konnten die Tochtergesellschaften die laufenden Management-Fees und Hausverwaltungskosten an die Antragstellerin nicht mehr bezahlen. Von der Antragstellerin wurden bereits Reorganisationsmaßnahmen gesetzt. Diese reichten jedoch nicht aus, um die tiefgreifende Krise im Immobiliensektor und die Zahlungsabflüsse der Töchter dauerhaft kompensieren zu können, was in weiterer Folge zu einem finanziellen Engpass und der nunmehrigen Antragstellung führte.
Die Schuldnerin beabsichtigt die Fortführung und Sanierung ihres Unternehmens und bietet ihren Gläubigern einen Sanierungsplan mit einer Quote von 30 Prozent, zahlbar binnen zwei Jahren ab Annahme des Sanierungsplans, an. Die Finanzierung der Sanierungsplanquote soll aus dem operativen Geschäft der Schuldnerin erfolgen.