Jede Menge dicke Autos zum verdächtig schlanken Preis. Da wurden in Wien-Donaustadt zuletzt auch richtig gestandene Männer schwach.
Laut "Heute"-Infos stecken zwei bekannte Wiener MMA-Größen tief im Schwitzkasten des kürzlich in Tschechien gefassten Hauptverdächtigen (40). Wohl, um die "richtigen" Leute kennenzulernen, hatte der Hobby-Sportler (Spitzname "Kuba") sich als MMA-Schüler in die Wiener Kampfsport-Szene eingeschleust, selbst sogar an Kämpfen teilgenommen.
Der gebürtige Pole mit niederländischem Pass soll unter seinem früheren Namen bereits einiges auf dem Kerbholz haben. Im Norden Wiens verkaufte er über eine Firma monatelang Fahrzeuge gegen Vorauskasse. Audis, dicke BMWs, Cupras, Porsche und sogar ein Bentley Continental GT um unschlagbare 113.000 Euro, mussten bestellt und in bar bezahlt werden.
Während manche Kunden mit angeblichen Lieferproblemen vertröstet wurden, bekamen andere ihre Autos zum viel zu günstigen Preis. Sie warben über Mundpropaganda in ihren Communitys wiederum neue Kunden an – wie in einem Schneeballsystem. In der Hoffnung aufs ganz große Geld bestellten manche ganze Fahrzeug-Pakete um Millionenbeträge – und sollten am Ende alles verlieren.
Wie "Heute" berichtet, laufen derzeit umfangreiche Kripo-Ermittlungen wegen millionenschwerer Veruntreuung gegen einen 40-jährigen "Geschäftsmann", der im Jänner plötzlich von der Bildfläche verschwand – und mit ihm ein kolportierter zweistelliger Millionenbetrag.
Zwei Studio-Chefs waren sofort auf seine Auto-Idee angesprungen, sollen zum Teil auch Fahrzeuge vermittelt haben. Unklar ist, ob die Kampfsportler reine Opfer sind oder am Ende sogar als Komplizen zur Verantwortung gezogen werden. "Mein Mandant ist Geschädigter und hat alles verloren", erklärte Anwalt Mathias Burger, der einen der Profi-Kämpfer vertritt, gegenüber "Heute" und brachte eine Sachverhaltsdarstellung ein.
Verdächtig: Während sein Mandant finanziell wirklich k.o. ging, da er sein ganzes Vermögen in den Ring geworfen hatte, jettet der andere MMA-Star um die halbe Welt, residiert in den feinsten Hotels und postet Fotos seiner Luxus-Reisen auf Insta. Die Unschuldsvermutung gilt.