Bereits seit einer Woche ist die von der Bundesregierung ausgearbeitete Spritpreisbremse in Kraft. Das erfreuliche Fazit der E-Control: Das Preissenkungsniveau sei "nicht schlecht". Laut Chefvolkswirt Johannes Mayer habe die Maßnahme die erhoffte Wirkung erzielt.
Wie der "ORF " unter Berufung auf Mayer berichtet, sanken die Preise an den heimischen Zapfsäulen bei Diesel im Gesamtschnitt um 10,5 Cent, beim Superbenzin waren es sogar 18 Cent.
Auch Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) zeigte sich zufrieden. Er betonte, dass man "internationale Preissteigerungen nicht einfach abschalten" könne. Man könne jedoch alles tun, dass die Österreicher besser durch die Krise kommen als andere Staaten.
Die aktuellen Zahlen würden zeigen, dass sich die hohen Preise "nicht eins zu eins auf Inflation, Betriebe sowie Autofahrerinnen und Autofahrer" durchgeschlagen hätten. Das Fazit des Wirtschaftsministers: "Österreich dämpft die Preisdynamik wirksamer als viele andere Länder."
Gegenüber "Heute" untermauerte Hattmannsdorfer seine Aussage mit einer aktuellen Statistik. Demnach wäre Österreich in der vergangenen Woche das einzige Land gewesen, das bei Super einen Preisrückgang (Minus 4,9 Prozent) verzeichnen konnte. Auch beim Diesel sei man unter dem EU- sowie Euroraum-Schnitt gelegen.
Dies habe sich auch mit 0,25 Prozent auf die Inflation ausgewirkt. So konnte man unter drei Prozent bleiben. Dies sei auch für die kommenden Kollektivvertragsverhandlungen eine "wirtschaftlich und psychologisch wichtige Marke".
Sorgen bereiten Hattmannsdorfer hingegen die aktuellen Zahlen des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) und des Instituts für Höhere Studien (IHS). Demnach wurde das Wirtschaftswachstum für 2026 von 1,2 bzw. 1,0 Prozent auf 0,9 bzw. 0,5 Prozent nach unten gesenkt.
Als Grund wurde vor allem der Iran-Krieg genannt. Für den Wirtschaftsminister seien diese Zahlen "zu wenig". Hattmannsdorfer betonte, dass es ohne Wachstum keinen Wohlstand und keine nachhaltige Budgetkonsolidierung geben könne. Nun wolle man sich auf "die entscheidenden Hebel" konzentrieren. Das heißt: "Leistbare Energie, starke Exporte und mehr Anreize für Investitionen."