Nach langer Suche hat der Präsidial- und Nominierungsausschuss der OMV am Freitag beschlossen, dem Aufsichtsrat Emma Delaney als neue Vorstandsvorsitzende und CEO zur Bestellung ab 1. September 2026 zu empfehlen. Sie soll damit die Nachfolge von Alfred Stern antreten.
Das Mandat ist vorerst auf drei Jahre angesetzt, mit der Möglichkeit auf eine Verlängerung um weitere zwei Jahre, sofern beide Seiten zustimmen. Über die Bestellung entscheidet der Aufsichtsrat in seiner nächsten Sitzung. Gleichzeitig wird laut einer Aussendung auch über die Verlängerung des Mandats von Finanzvorstand Reinhard Florey um zwei Jahre beraten.
Bundeskanzler und Wirtschaftsminister betonen, die OMV zu einem führenden Energieunternehmen in Europa weiterentwickeln zu wollen. "Die Nominierung von Emma Delaney zur neuen CEO ist ein starkes Signal in diese Richtung. Damit setzen die Verantwortlichen einen wichtigen Schritt, um die OMV in einem zunehmend anspruchsvollen globalen Umfeld erfolgreich zu positionieren. Wir freuen uns über diese Entscheidung und sehen die OMV damit für die Zukunft und kommende Herausforderungen sehr gut aufgestellt.“, so Christian Stocker und Wolfgang Hattmannsdorfer.
Emma Delaney stammt aus Irland und gilt als absolute Expertin im Energiebereich. Seit Jahrzehnten ist sie im Top-Management des Konzerns bp tätig und bringt umfassende internationale Erfahrung mit. In ihrer aktuellen Position leitet sie einen der drei weltweit agierenden Geschäftsbereiche von bp, führt mehr als 50.000 Mitarbeitende in rund 50 Ländern und verantwortet unter anderem die Bereiche Kraftstoffe, Luftfahrkraftstoffe sowie E-Mobilität.
Sie verfügt außerdem über fundiertes Know-how im Up- und Downstream sowie im LNG-Bereich. Im internationalen Auswahlverfahren hat sie sich als die bestgeeignete Kandidatin durchgesetzt. Künftig wird sie einen Konzern mit 24 Mrd. Euro Umsatz und über 22.000 Mitarbeitern leiten.
Lutz Feldmann, Vorsitzender des Aufsichtsrats und des Präsidial- und Nominierungsausschusses, sagt: "Emma Delaney ist eine herausragende und hochqualifizierte CEO-Kandidatin, die aufgrund ihrer weitreichenden Branchen- und Managementerfahrung alle Voraussetzungen erfüllt, um OMV erfolgreich führen zu können."
Auch Edith Hlawati, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende der OMV und ÖBAG-Vorstand, betont: "Die Empfehlung ist eine Punktlandung. Die Vorstandsnominierung von Emma Delaney wird OMV eine noch stärkere internationale Sichtbarkeit geben. Mit ihrer Wahl wäre sie die erste Vorstandsvorsitzende in der Geschichte von OMV."