Die Schweiz plant, einen Vorarlberger auszuweisen, der in Österreich wegen Kriegsverbrechen verurteilt wurde. Der Mann hatte während seines Einsatzes als Söldner in der Ukraine an der Misshandlung eines Zivilisten mitgewirkt. Bis zuletzt lebte er unauffällig mit Partnerin und zwei Kindern in der Schweiz.
Das Bundesverwaltungsgericht in St.Gallen sieht in seiner Anwesenheit ein erhebliches Reputationsrisiko für die Schweiz, wie der "ORF" berichtet. Die Richter begründen die Entscheidung damit, dass die Tat des Mannes die außenpolitischen Beziehungen der Schweiz belasten und die Grundinteressen der Gesellschaft gefährden könnte.
Nach seiner Zeit beim Bundesheer war der Vorarlberger in mehreren internationalen Konflikten aktiv – unter anderem gegen den IS in Syrien und im Ukrainekrieg.
Bei einem Einsatz dort war er an der Misshandlung eines Zivilisten beteiligt. In Österreich wurde er dafür rechtskräftig verurteilt: Drei Jahre Haft, davon zwei bedingt.
Die Schweizer Behörden verhängten ein fünfjähriges Aufenthaltsverbot und ordneten die Ausweisung an. Ein Einwand des Mannes, seine Familie nicht verlassen zu wollen, wurde vom Gericht abgelehnt. Er kann noch Beschwerde beim Bundesgericht einlegen. Kommt diese nicht zustande, muss er das Land verlassen.